Wir über uns
Kontakt
Arbeitshilfen
Fortbildungen
ARK
Rechtsprechung
Link-Sammlung
Video-Podcast
Suche von A bis Z
Mailing
AGMAV  Archiv  Meldungen  Meldungen 2009  November_2009  Dokumente

Kirche wird christlich:

 Keine Kündigung wegen Teewurst

«Notbremse:»« Um nicht als herzloser Arbeitgeber Schlagzeilen zu machen, ziehen die Caritas-Seniorendienste eine Kündigung zurück. »VON DIRK ALTWIG HANNOVER. Wieder ein Arbeitgeber, der mitleidlos eine Beschäftigte feuert? Weil im Misburger Altenheim Martinshof eine 41-jährige Pflegehelferin ein Stück Teewurst gegessen hatte, das für die Bewohner bestimmt war, hatte der Betreiber die behinderte Frau rausgeworfen – nach 18 Jahren. So war der Stand der Dinge am Donnerstagabend (NP berichtete). Das Pikante war nicht die Wurst, sondern der Arbeitgeber. Ausgerechnet die Caritas-Seniorendienste Hannover (CDH), ein kirchlicher Träger, stellten sich mit der Kündigung in eine Reihe mit anderen herzlosen Firmen (siehe rechts). Für die hannoversche CSH zeichnete sich eine Medienkatastrophe ab. Es wäre gleich das zweite Mal in diesem Jahr gewesen, dass die Heime bundesweit miese Schlagzeilen gemacht hätten. Die fünf Häuser hatten bis August der katholischen Caritas gehört und standen kurz vor der Pleite. Dann übernahm das evangelische Johannesstift aus Berlin die Mehrheit. Für die 580 Mitarbeiter hieß das sichere Jobs, aber rund 13 Prozent weniger Gehalt. Es hagelte Proteste. Gestern um 15 Uhr trat Wilfried Wesemann, Altenhilfe-Chef des Johannesstiftes, auf die Notbremse. „Wir nehmen die Kündigung zurück.“ Es sei zwar zweifelsfrei erwiesen, dass es sich um Diebstahl handle, und die Mitarbeiterin habe sich auch schon anderer Pflichtverletzungen schuldig gemacht, aber man handle nicht nur nach juristischen Kriterien. „Als christlicher Arbeitgeber müssen wir nach einer Lösung suchen, die Fürsorge, Mitleid und Nächstenliebe ebenso enthält wie juristische Überlegungen.“ Deshalb habe das Stift in diesem „Einzelfall“ neu entschieden. Allerdings soll die Frau nicht mehr mit Patienten arbeiten. Der Pflegehelferin, die von Anwältin Sabine Kiemstedt vertreten wird, hat sich sehr über das Einlenken der CSH gefreut. Aber noch müssten einige Fragen geklärt werden, sagte Kiemstedts Kollege Rolf Schaefer. „In der Personalakte sind zwei Abmahnungen, die müssen weg.“ Auch die künftige Tätigkeit der Frau müsse noch geklärt werden. Ansonsten war der 41-Jährigen der Medienrummel wurscht.

21.11.2009 / NP Seite 17

Aktuell
 

/Aktuell/Bilder/button_Magdeburg_250.gif#xxs
Aktuelle Meldungen

 

/Aktuell/Tarifbewegung Diakonie/Logo-Zukunft-verlaesslich-gestalten.jpg
 Tarifbewegung Diakonie

 

Informationen

/Aktuell/Bilder/Presse.gif

  Für die Presse

 



Direkt
 

 

/Aktuell/Video-Podcast/video-start.jpg

Aktuelle Videos


 

/Aktuell/Bilder/Logos/AVR-EKD#xxs

AVR-EKD (01.11.2007) 
 ( TEXT)

 

/Aktuell/Bilder/Logos/AVR-K#xxs

AVR-K (01.03.2009)
(PDF) (TEXT)  

 

/Aktuell/Bilder/Logos/MVG-K#xxs

MVG-K (01.05.2005)
(PDF) (TEXT)

 

/Direkt/MVG-EKD/MVG-EKD-100.jpg#xxs

MVG - EKD
(PDF) Text

Archiv
 

Themen

Meldungen

 

Infodienst
 
Neues von der ag mav per Mail:

E-Mail:
 
   abonnieren
   abbestellen