 | | Caritas Seniorendienste Hannover gGmbH | Chronologie der Aktuellen Meldungen 09. Juni 2009
 | | Diakonie statt Caritas: Johannesstift will Caritas Altenheime in Hannover übernehmen04. Juni 2009 Das Evangelische Johannesstift im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist an der Übernahme der Trägerschaft fünf katholischer Seniorenheime in Hannover interessiert. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung erfuhr, ist in zwei Verhandlungsrunden zur Übernahme der Caritas-Seniorendienste Hannover GmbH in allen Grundsatzfragen Übereinstimmung erzielt worden. |
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26. Juni 2009
 | | Streit um Verkauf der Caritas-AltenheimeDas Evangelische Johannesstift aus Berlin erhöht den Druck auf die Mitarbeiter der fünf Caritas-Altenheime, eine Kürzung ihrer Gehälter von bis zu 13 Prozent zu akzeptieren. Die Zustimmung aller Mitarbeitenden zu den veränderten Vertragsbedingungen ist die Voraussetzung für die Übernahme, erklärte Stiftsvorsteher Martin von Essen am Donnerstag. Gleichzeitig sorgt der Einstieg der Berliner Diakonie-Einrichtung für erhebliche Irritation bis in die Spitze der hannoverschen Landeskirche: Wenn es zum Verkauf kommt, dürfen von den Mitarbeitern keine unbilligen Opfer abverlangt werden, die mit der diakonischen Verantwortung nicht mehr vereinbar sind, erklärte Landesbischöfin Margot Käßmann. >> zum Presseartikel HAZ 26.06 |
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29. Juni 2009
 | | Caritas-Mitarbeiter skeptisch
Die Übernahme der fünf katholischen Altenheime in Hannover durch das Evangelische Johannesstift aus Berlin stößt bei den Beschäftigten offenbar auf Widerstand. Es gibt einen großen Unmut, wie wir ihn bisher bei der Caritas nicht kannten, erklärt ver.di-Sekretärin Brigitte Horn. Die Mitarbeiter forderten, dass andere diakonische Anbieter aus Niedersachsen an den Verhandlungen beteiligt würden, und kritisierten zudem den Zeitplan: Es gibt eine erhebliche Drucksituation für die Kollegen. Das Evangelische Johannesstift will, wie berichtet, 90 Prozent der Anteile an der defizitären Caritas Seniorendienste gGmbH übernehmen. Dabei sollen die 500 Mitarbeiter auf zehn bis 13 Prozent ihrer Löhne verzichten. >> zum Kommentar von Thorsten Fuchs |
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13. Juli 2009
 | | Mitarbeiter in Hannover kritisieren Caritas-Leitung
In der Belegschaft der fünf Caritas-Altenheime in Hannover gibt es Widerstand gegen die geplante Übernahme durch das Evangelische Johannesstift aus Berlin. In einer Resolution haben nach Angaben der Mitarbeitervertretung knapp 250 der insgesamt gut 500 Beschäftigten die Caritas-Leitung aufgefordert, Verhandlungen mit anderen Interessenten aufzunehmen. Propst Martin Tenge wies die Forderungen mit Hinweis auf eine unmittelbar drohende Insolvenz zurück >> HAZ Presseartikel |
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16. Juli 2009  | | Caritas Hannover: Übernahmebedingungen stoßen auf heftige Kritik Caritas Mitarbeiter protestieren, "Gute Pflege nichts mehr wert? |
Trotz massiver Einschüchterungsversuche haben am Mittwoch ca. 100 MitarbeiterInnen der Caritas Seniorendienste Hannover gGmbH (CSH) ihrem Ärger Luft gemacht. Sie protestierten vor der hannoverschen Caritaszentrale sowohl gegen die ihnen vom diakonischen Johannestift abverlangten dauerhaften Gehaltsverzichte von ca.13 %, wie auch die, so eine Teilnehmerin "verachtende Art und Weise" wie mit Ihnen umgegangen wird. mehr...
21. Juli 2009  | | Report Mainz zur Übernahme der Caritas Seniorendienste Hannover Kirche unterbietet Kirche |
Die immer deutlicher werdende Diskrepanz zwischen propagiertem christlichem Anspruch und dem daraus resultierenden kirchlichen Selbstverständnis und andererseits dem dem entgegenstehenden konkreten Handeln in kirchlichen Sozialunternehmen, gerät immer mehr in den Focus der Kritik. Es droht nicht weniger als der Verlust der Glaubwürdigkeit, wenn wie berichtet, Diakonische Einrichtungsträger beabsichtigen nicht über die Qualität ihrer Angebote, sondern über die Entlohnungsbedingungen ihrer Mitarbeitenden, untereinander in Konkurrenz treten wollen. Also Lohndumping zur Erlangung eines Wettbewerbsvorteils planen. In der gestrigen Ausgabe berichtete das ARD Politmagazin Report Mainz über die Bedingungen der beabsichtigten Übernahme der 5 Altenheime der Caritas Seniorendienste Hannover gGmbH (siehe Meldung) durch das Berliner Johannesstift. Wegen der Absicht des Johannesstifts, zukünftig das Gehaltsniveau der Mitarbeiter um 13 % abzusenken, um damit auch gegen andere Diakonische Einrichtungen zu konkurrieren, erlangt die zwischenzeitlich auch kirchenintern geführte Auseinandersetzung, wegen der grundsätzlichen Bedeutung, überregionale Beachtung. Näheres siehe in der Mediathek der ARD http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/2741848
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01. August 2009  | | Caritas Seniorendienste Der Druck ist kaum auszuhalten! |
So eine Beschäftigte der Caritas Seniorendienste in Hannover. Nachdem die Beschäftigten zunächst bis zum 24. Juli die neuen Verträge unterschreiben sollten, wurde die Frist verlängert, da bis dahin scheinbar die geforderten 90% nicht zustande gekommen sind. mehr...
03. August 2009 | | Kritik der Caritas Mitarbeitervertretungen in offenem Brief Altenpflege nach dem Discounterprinzip |
Der Streit um die Übernahme der Caritas-Altenheime durch das Evangelische Johannesstift aus Berlin wird nun auch vor dem Kirchlichen (Katholischen) Arbeitsgericht in Hamburg ausgetragen. Die Mitarbeitervertretungen zweier Einrichtungen kündigten am Freitag eine entsprechende Klage an, ihr Anwalt Ulrich Hammer begründete dies mit der Verletzung der Mitbestimmungsrechte der MAV´en. mehr...
06. August 2009 
| | Modell für gelebte Ökumene? Berliner Johannesstift übernimmt Caritas-Heime |
Nun ist sie offiziell, die bundesweit erste Übernahme mehrerer katholischer Einrichtungen durch einen evangelischen Träger. Wie Vertreter des Evangelischen Johannesstifts aus Berlin und der Caritas Seniorendienste Hannover in einer eigens einberufenen Pressekonferenz am Donnerstag bekanntgaben, werde das Johannesstift rückwirkend zum 1. August 90 Prozent der Gesellschaftsanteile der Caritas Seniorendienste Hannover gGmbH übernehmen. Mit zehn Prozent bleibe der Caritasverband Hannover weiter Gesellschafter. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte der Vorsteher des Johannesstifts Martin von Essen. Die Übernahme wurde vom Johannesstift wie berichtet von einer möglichst hohen Zustimmung (90 %) der insgesamt 580 Mitarbeiter zur, mit drastischen Lohnabsenkungen verbundenen, Überleitung ihrer Arbeitsverträge in die AVR DWBO (Arbeitsvertragsrichtlinien des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg, schlesische Oberlausitz), abhängig gemacht. In fünf Einrichtungen hätten knapp 100 Prozent der Mitarbeiter die neuen Arbeitsverträge mit den reduzierten Bezügen unterschrieben, in einer sechsten Einrichtung dagegen nur 60 Prozent, räumte von Essen ein. Die hohe Zustimmung der anderen Einrichtungen hat uns dennoch motiviert, uns hier zu engagieren, erklärte er. Das Stift vertraue darauf, weitere Mitarbeiter überzeugen zu können. "Hier haben wir unser Ziel noch nicht erreicht und werden weiter den Dialog suchen." Dies muss, berücksichtigt man die bisherige Vorgehensweise der Verantwortlichen, wie eine Drohung klingen, wurde doch ein Klima der Angst und Unsicherheit erzeugt und die Mitarbeiter massiv unter Druck gesetzt und geradezu genötigt, die neuen Arbeitsverträge zu akzeptieren. Die Spitze der bisweilen die Realität stark verklärenden PR Bemühungen der Caritas und des Johannesstifts ist der gemeinsamen Pressemitteilung zu entnehmen und muss wohl nicht weiter kommentiert werden: "Wir sehen in der begonnenen Zusammenarbeit eine Chance für eine neue ökumenische Gemeinschaft zwischen Caritas und Diakonie. Eine starke Gemeinschaft für die Menschen in der CSH aber auch eine starke Gemeinschaft für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege. Gemeinsam mit Caritas und Diakonie wird sich das Evangelische Johannesstift für eine bessere Bezahlung von Pflegekräften und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen der Pflege einsetzen gemäß der Kampagne der Diakonie in Niedersachsen Ich mach mich stark für die Pflege.
Bleibt allein die Frage, warum handelt man dann genau dem entgegen. Das Diakonische Werk der Landeskirche Hannovers, wie auch die Landeskirche haben bisher einmütig einem Unterbietungswettbewerb in der Altenhilfe eine klare Absage erteilt. Siehe auch aktuelle Pressemeldungen >> hier
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