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 Diakonisches Werk Osnabrück stellt Insolvenzantrag

Bericht der HAZ vom 12. Dezember 2001

Das Diakonische Werk Osnabrück hat nach uns vorliegenden Informationen am gestrigen Mittwoch Insolvenzantrag gestellt. Damit sind die 1200 Arbeitsplätze des Diakonischen Werkes gefährdet. Ursache ist jahrelanges Missmanagement. Im Sommer dieses Jahres wurde der langjährige Geschäftführer entlassen. Versagt hat auch das ehrenamtlichen Aufsichtsgremien der Einrichtung , das schon lange über die wirtschaftliche Schieflage des Diakonischen Werkes informiert war. Jetzt folgte der Gang zum Konkursrichter. Die Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze und wissen nicht mal, ob das Dezembergehalt ausgezahlt werden wird.

Zur Zeit wird fieberhaft versucht eine Lösung zur Weiterführung der ins trudeln geratene Einrichtung zu finden. Wir werden an dieser Stelle weiter berichten.mehr>>

Das Diakoniewerk Osnabrück e.V. mit 1200 Beschäftigten wird einen Insolvenzantrag stellen. Ursache sei die gescheiterte Sanierung des 1997 eröffneten Wohnstifts am Westerberg in Osnabrück, sagte Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke am Mittwoch. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Vereins, zu dem Krankenhäuser, Altenheime und weitere soziale Einrichtungen gehören. Der Vorstand setze auf die Hilfe der hannoverschen Landeskirche, damit die Arbeit dort für Betreute und Mitarbeiter weitergehen kann.
Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers hatte zunächst zugesagt, für die Sanierung des Wohnstiftes rund neun Millionen Mark zinslos zur Verfügung zu stellen. Dieses Konzept scheiterte jetzt jedoch am Einspruch von zehn Wohnungseigentümern, die auf den ihnen garantierten Mieteinnahmen beharrten. Die meisten der 188 Altenwohnungen waren an Privatpersonen verkauft worden, die sie wiederum an das Wohnstift zurückvermieteten. Belegt werden konnten aber nach Angaben der Landeskirche nur 70 Wohnungen, so dass erhebliche Verluste entstanden. Das Diakonische Werk der Landeskirche ist dabei, ein wirtschaftliches Frühwarnsystem für seine 360 Mitglieder einzurichten, zu denen auch das Diakoniewerk Osnabrück gehört. Direktor Henning Brandes bestätigte am Mittwoch in Hannover Gespräche mit der Landeskirche mit dem Ziel, die anderen Einrichtungen des Diakoniewerks ohne negative Folgen für Betreute und Mitarbeiter weiterzuführen. Bisher sei es auch bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten gelungen, eine Insolvenz in der Diakonie zu verhindern, sagte er

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