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Landeskirche will das Diakoniewerk retten
Osnabrück (fhv) Es gibt einen Hoffnungsschimmer für die vom Konkurs bedrohten Einrichtungen des Diakoniewerks Osnabrück und deren 1200 Beschäftigten: In den Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter deutet sich eine Übernahme in die Hände der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover an. | | | | Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Klaus Niemeyer gestern berichtete, hat es am Mittwoch ein erstes Gespräch mit Oberlandeskirchenrat Dr. Rolf Krämer aus Hannover gegeben. Darin habe der Finanzreferent für die Landeskirche angeboten, abgesehen von dem Wohnstift auf dem Westerberg sämtliche Einrichtungen des Diakoniewerks zu übernehmen und fortzuführen. Niemeyer nannte eine solche Lösung gestern denkbar und möglich. In diesem Fall würde das Wohnstift als der eigentliche Verlustbringer des gesamten Sozialverbunds zunächst ausgeklammert: Sobald die Verträge mit den Eigentümern der 188 Wohneinheiten gekündigt seien und die Schuldnerin von dieser Last befreit sei, werde dieses Haus dann nachträglich abgewickelt. Bevor es jedoch zu einer Übernahme der übrigen wirtschaftlich gesunden Altenheime, Krankenhäuser und übrigen Einrichtungen kommen könne, sei noch viel Arbeit zu leisten, so der Insolvenzverwalter weiter. Unter anderem müssten Preise definiert werden für sämtliche Grundstücke und Immobilien: Der Finanzbedarf ist erheblich, sagte Klaus Niemeyer, bevor wir Verträge entwerfen könnten, muss der Übernehmer zudem ein Gesellschaftsgefüge errichten. Zudem hob der Insolvenzverwalter hervor, trotz des gemeinsamen evangelischen Hintergrunds seien Diakoniewerk und Landeskirche unterschiedliche Rechtspersönlichkeiten. Ausserdem gebe es neben der Landeskirche weitere ernsthafte Interessenten zumindest für Teilbereiche des Diakonie-Verbundes. Ich führe konkrete Gespräche in mehrere Richtungen, sagte Niemeyer; auch für das Wohnstift habe sich mindestens ein ernsthafter möglicher Betreiber gemeldet. |
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