13.02.2004 Sanierungsvertrag sichert Arbeitsplätze Ein Sanierungsvertrag zwischen Vorstand und Mitarbeitervertretung sichert den Bestand der Diakonischen Werke Himmelsthür. Die Beschäftigten verzichten auf ihr Weihnachtsgeld. Von Mathias Meer, Nord-West-Zeitung, 12.02.2004 WILDESHAUSEN - Nach langen Verhandlungen steht jetzt ein Sanierungskonzept zur Sicherung der Diakonischen Werke Himmelsthür (DHW) in Hildesheim mit ihrem zweitgrößten Standort Wildeshausen. Vorstand und Mitarbeitervertretung schlossen einen Sanierungsvertrag ab mit dem Ziel, die wirtschaftliche Notlage zu beheben, die notwendige Konsolidierung voranzubringen und die Arbeitsplätze zu sichern sowie eine gute, professionelle Arbeit in den Einrichtungen zu gewährleisten. Bilanzverluste in den vergangenen Jahren hatten die Diakonischen Werke in eine Schieflage gebracht. Mit sichtlicher Erleichterung reagierte der Vorstandsvorsitzende, Pastor Wolfgang Reese, auf die vertragliche Einigung, die allerdings die Sorgen noch nicht ganz behebe. Der Beitrag der Belegschaft zum Sanierungskonzept besteht aus dem Verzicht auf das Weihnachtsgeld für das laufende und das nächste Jahr und eine verzögerte Auszahlung des Urlaubsgeldes um vier Monate. Ob ein weiterer Urlaubsgeld-Verzicht in den Folgejahren nötig sei, werde zu gegebener Zeit der paritätisch besetzte Wirtschaftsausschuss prüfen, kündigt der Vorstand an. Vom Tisch ist mit der Vereinbarung eine angedachte Absenkung der monatlichen Vergütungen ab 2004. Gezahlt werden auch die tariflichen Steigerungen zum 1. Januar und 1. Mai. So kann man sich hoffentlich von langer Hand darauf einstellen, dass das Weihnachtsgeld zunächst entfällt, heißt es in der Mitteilung des Vorstandes an die Mitarbeiter. Als Gegenleistung für den Verzicht können die Mitarbeiter auf eine Arbeitsplatzsicherung setzen und auch auf den Verzicht betriebsbedingter Kündigungen mindestens bis 2007. Betroffen sind 1645 Mitarbeiter in der Hildesheimer DWH-Zentrale und den 20 weiteren Standorten in Niedersachsen. Die Wildeshauser Einrichtung ist mit mehr als 400 Bewohnern und mehr als 300 Mitarbeitern die zweitgrößte nach Hildesheim. Rund 90 Prozent der Gesamtbelegschaft stimmten teilweise unter Vorbehalt bisher dem Sanierungsvertrag zu. Die Einsparungen von jährlich rund 2,3 Mio. Euro sollen der Rücklage zufließen, kündigt der Vorstand an. Noch liegen die DWH mit dem Land Niedersachsen im Rechtsstreit. Es geht um die Höhe der Pflegesätze. Entscheidet das Gericht gegen die DWH, kommen möglicherweise Rückzahlungsforderungen in Millionenhöhe auf die Einrichtung zu. Die DWH gehen davon aus, noch weiter Verluste zu schreiben. Quelle: NWZ-online.de http://www.nwz-online.de/2_449.php?showres=NWZ%2FLANDKREIS%2F.1&showid=299398&navpoint=3.4 Weitere Meldungen: 29. Januar 2004: Himmelsthür weiter offen. Hildesheim. Das Diakonische Werk Himmelsthür im Internet: /Link-Sammlung/Externe Links/Diakonisches Werk Himmelsthür
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