Landeskirche Hannover will 40 Stunden-Woche für ihre Beschäftigten und die Halbierung des WeihnachtsgeldesHierüber wird zurzeit in der Evangelischen Landeskirche beraten. Die Landeskirche sieht bei sich ein Finanzloch bis 2010 von knapp einer halben Milliarde Euro. Erzieherinnen oder Pflegerinnen, von der Kirche angestellt, werden zu 90 Prozent aus öffentlichen Geldern, Kindergartengebühren, oder Mitteln der Pflege- bzw. Krankenkassen bezahlt. "Hier ist die Sparmaßnahme der Landeskirche eine Mogelpackung", so Cristina Rehmert vom ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen. "Wir verschließen nicht die Augen vor weniger Steuereinnahmen der Kirchen und der Notwendigkeit, bestimmte Ausgaben zu überprüfen", so Rehmert weiter, "aber eine pauschale Minderung der Löhne und Gehälter um mehr als 5 Prozent gerade jetzt wirkt demotivierend auf die engagierten Kolleginnen und Kollegen". Der Bereich der Altenpflege ist heute schon geprägt von einem erheblichen Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal. Lohnsenkungen auch hier sind nach Auffassung von ver.di deshalb der falsche Weg, die Versorgung von Pflegebedürftigen, ob nun alt oder behindert, auf Dauer zu sichern. "Wenn die Kirche den Wert ihrer sozialen Arbeit ohne große Not über massive Gehaltsabsenkungen selber diskreditiert, dann muss sie sich auch mal den Vorwurf der Scheinheiligkeit gefallen lassen", so Rehmert. Auf scharfen Protest der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di stößt auch der Vorschlag von Landesbischöfin Margot Käßmann, zur Finanzierung öffentlicher Ausgaben allen Arbeitnehmern einen Urlaubstag weg zu nehmen, dafür aber die kirchlichen Feiertage zu lassen. "Wir sollten die Kirche im Dorf lassen", sagte die Gewerkschafterin. Weitere Informationen: verdi Landesbezirk Nds-Bremen Cristina Rehmert, 0171-6218350 Andreas Quadt, 0160-9015289
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