Krankenhaus will Jobs durch Lohnverzicht sichern Einer minimalen Budgetsteigerung im Krankenhaus stünden massive Ausgabensteigerungen gegenüber, rechnete Schwekendiek vor. Das Haus müsse mehr Geld für Tarifsteigerungen und die Altersversorgung seiner etwa 2.000 Beschäftigten ausgeben. Wer sein Gehalt reduziere, müsse im Gegenzug weniger arbeiten und bekomme acht Urlaubstage im Jahr gut geschrieben. Alternativ könne das Gehalt auch freiwillig um 1,9 Prozent gekürzt werden, hieß es. Dann verlängere sich der Urlaub um vier Tage. Die Laufzeit für das Modell liegt zunächst bei sechs Monaten, verlängert sich aber automatisch, wenn die Zusage nicht ausdrücklich gekündigt wird. Politiker forderten zwar immer lauter eine längere Arbeitszeit, sagte Schwekendiek. Diese Überlegungen machten auch durchaus Sinn. Zusätzliche Arbeitsstunden seien aber nur dann sinnvoll, wenn in dieser Zeit auch Mehrwert geschaffen werden könne. "Bei einem faktisch rückläufigen Budget dürfen in den Krankenhäusern aber nicht noch mehr Patienten versorgt werden." Schwekendiek kritisierte, Mehrarbeit werde sogar durch zusätzliche Abgaben bestraft. Deshalb seien Krankenhäuser und Arztpraxen gezwungen, trotz eines hohen Bedarfs an Gesundheits-Dienstleistungen ihre Arbeitsleistung einzuschränken. Das Diakoniekrankenhaus mit 19 Fachkliniken und Instituten und etwas über 800 Betten gehört zu den größten Einrichtungen dieser Art zwischen Elbe und Weser. (epd Niedersachsen-Bremen/b1696/04.06.04)
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