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29. März 2004

Weniger Geld für Personal

LIPPOLDSBERG. Mit gravierenden Einschnitten in ihren Gehältern sind gestern Vormittag die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik und des Rehabilitationszentrums Lippoldsberg konfrontiert worden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. Fritz Westhelle, rief in einer Betriebsversammlung die Notlagenregelung aus.

Für die Mitarbeiter des Hauses bedeutet dies, so berichtete Westhelle nach der Zusammenkunft gegenüber unserer Zeitung, dass es in diesem Jahr weder Urlaubs-, noch Weihnachtsgeld geben wird. Zudem fällt für das Personal die vom 1. März an vereinbarte Tariferhöhung von 1,7 Prozent weg. Die Notlagenregelung soll über ein Jahr laufen und dem Haus eine Lohnkostenersparnis von insgesamt zehn Prozent bringen, rechnete Westhelle vor.

Neben dieser Hiobsbotschaft präsentierte Westhelle in der gleichen Veranstaltung einen neuen Geschäftsführer für die Klinik und das Rehabilitationszentrum. Für Reinhold Linn, der die Geschäfte interimsmäßig führte, wird nunmehr Wilfried Gründel als neuer Geschäftsführer die Geschicke des Hauses leiten. Mit dieser Lösung zeigte sich Westhelle rundum zufrieden, ist der neue Mann in der Region doch kein Unbekannter und hat sich bereits vielfältige Lorbeeren bei der Führung vergleichbarer Häuser erworben. So ist Gründel bereits Geschäftsführer der Lungenfachklinik in Immenhausen sowie der Fachklinik für Suchterkrankungen in Fürstenwald.

Deutlich machte Westhelle auf Nachfrage unserer Zeitung, dass die Trennung mit dem alten Geschäftsführer nicht im Zwist erfolgt sei. Von Anfang an, so Westhelle, sei mit Reinhold Linn vereinbart gewesen, dass er die Geschäftsführung so lange übernehme, bis ein neuer, hauptamtlicher Nachfolger gefunden sei.

Zuversichtlich zeigte sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates gleichfalls, mit diesen finanziellen Einschnitten eine Basis gefunden zu haben, um das Haus in Zukunft wieder in ruhigere Fahrwässer steuern zu können. Wie berichtet, hatte die Belegschaft im vergangenen Jahr schon auf ihr Weihnachtsgeld verzichtet. In einer gemeinsamen Absprache zwischen Mitarbeitervertretung und Geschäftsführung hatte man dem Haus diese Zahlung gestundet, um Liquidationsprobleme zu lösen. Ursprünglich sollte das Geld, so sah es die Vereinbarung vor, bis 30. September 2004 wieder zurückgezahlt werden.

Westhelle gab sich gestern überzeugt, noch in diesem Jahr schwarze Zahlen zu schreiben und im kommenden Jahre die Notlagenregelung aufheben zu können. Dann könne rückwirkend auch das gestundete Weihnachtsgeld ausbezahlt werden, so Westhelle.

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