|
Schwekendiek ist evangelischer Pastor und Mitglied der Geschäftsführung der Diakoniekrankenhaus Rotenburg (Wümme) gGmbH. Der Wettbewerb tue den evangelischen Krankenhäusern und den Patienten gut, schreibt Schwekendiek. Der Bürger müse überlegen, was ihm die Gesundheit wert sei. Das zurzeit verfügbare Geld reiche nicht, erst recht nicht für die Zukunft. Auf die Dauer werde das derzeitige Versicherungssystem durch höhere Eigenbeteiligung, ein "Kasko-System" und besondere Risikoversicherungen ergänzt werden müssen. Unzufrieden äußert sich der Vorsitzende der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft auch über die neuen Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie, die als "AVR-modern" bezeichnet werden, und über den neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Beide seien keine zukunftsweisenden Modelle. Die privaten Krankenhausträger machten es vor: Ihre Tarife seien im Durchschnitt mindestens zehn Prozent niedriger. "Da müssen wir hin", fordert Schwekendiek. Ein bisher von vornherein gezahltes 13. Monatsgehalt müsse einer Erfolgsbeteiligung weichen.
|