14. Januar 2006Wirtschaft wächst, Gewinne steigen - Reallöhne sinken Deutsche Wirtschaft wächst um 0,9 Prozent
Die deutsche Wirtschaft hat 2005 dank des starken Exports zugelegt. Das Bruttoinlandsprodukt ein Maß für die Wirtschaftsleistung wuchs preisbereinigt um 0,9 Prozent. Erfreuliches berichtete das Statistische Bundesamt über die Staatsverschuldung: Das deutsche Haushaltsdefizit betrug im vergangenen Jahr nur 3,5 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt. Die Bundesregierung war zuletzt von 3,7 Prozent ausgegangen, die EU-Kommission sogar von 3,9 Prozent. Löhne sind real gesunken
Die Löhne und Gehälter der deutschen Arbeitnehmer sind 2005 im Durchschnitt mit monatlich 2210 Euro 0,5 Prozent höher gewesen als im Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt mit. Netto seien sie wegen der Steuerreform um 0,9 Prozent auf 1460 Euro geklettert. Damit sind die Einkommen der Arbeitnehmer real aber spürbar gesunken, da die Inflationsrate nach vorläufigen Berechnungen 2,0 Prozent erreichte. Wobei jede/r fünfte Beschäftigte in Deutschland nur einen "Niedriglohn" bezieht, jede/r Zehnte sogar lediglich einen "Armutslohn". Zu diesem Ergebnis kommt das Institut Arbeit und Technik im Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen in einer aktuellen Studie über die wir Morgen berichten werden.
|