17. Januar 2006Evangelische Fachhochschule Hannover wird staatlich Die Zukunft der Evangelischen Fachhochschule Hannover (EFH) ist gesichert: Die Fachhochschule Hannover (FHH) wird die auf das Sozialwesen spezialisierte kirchliche Hochschule übernehmen. Das ist eine sinnvolle Erweiterung unseres Fächerspektrums, erklärte FHH-Präsident Prof. Werner Andres.
Über den Zeitplan und die Details haben beide Seiten allerdings noch Stillschweigen vereinbart. Anfang März sind weitere Verhandlungen mit Vertretern der Hochschulen und des Wissenschaftsministeriums geplant.
Die EFH war von der Schließung bedroht, weil die hannoversche Landeskirche, die derzeitige Trägerin der Hochschule, einen drastischen Sparkurs verordnet hat (siehe Berichte aus Juni 2005). Da eine Übernahme in eine andere kirchliche Trägerschaft wenig aussichtsreich erschien, nahmen EFH und Wissenschaftsministerium Gespräche mit staatlichen Fachhochschulen in Niedersachsen auf, die Studiengänge im Sozialwesen anbieten. Offenbar hat nun auch die örtliche Nähe zur hannoverschen Fachhochschule den Ausschlag für die Übernahme gegeben. Die FHH, an der knapp 6000 Studenten in 39 Studiengängen eingeschrieben sind, bietet derzeit keine Ausbildung im Sozialwesen an; ihre Schwerpunkte liegen in den Fächern Ingenieurswesen, Medien und Wirtschaft. An der EFH werden 1500 junge Leute zu Sozialarbeitern, Sozialpädagogen und Pflegepädagogen ausgebildet. Über die weiteren Verhandlungen und die Auswirkungen auf die bestehenden Kooperationen und gemeinsamen Projekte mit evangelischen Fachschulen werden wir weiter berichten.
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