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02. Februar 2006

20.000 Beschäftigte beteiligen sich am Streik- und Aktionstag im öffentlichen Dienst in Niedersachsen


Hannover. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zeigte sich mit der Beteiligung am landesweiten Streik- und Aktionstag im öffentlichen Dienst in Niedersachsen sehr zufrieden. „Mit rund 20.000 Teilnehmern lag die Zahl der Streikenden und Demonstrierenden deutlich über unseren Erwartungen“, sagte ver.di-Landesleiter Wolfgang Denia. Arbeiter und Angestellte des Landesdienstes und der Kommunen hatten ihre Arbeit niedergelegt, um sich gegen die Verlängerung der Arbeitszeit und Gehaltseinbußen zu wehren. Die Beschäftigten des Landes Niedersachsen forderten außerdem die Übernahme des neuen Tarifvertrages im öffentlichen Dienst durch die Länder.

An den Streikmaßnahmen beteiligten sich unter anderem Beschäftigte der Müllabfuhr, der Stadtentwässerung und – Reinigung, von Krankenhäusern, Straßenmeistereien, Sozialämter, Kommunalverwaltungen, Kindertagesstätten, Sparkassen und des Flughafens Hannover. Auf der zentralen Kundgebung in Hannover sprach ver.di-Bundesvorsitzender Frank Bsirske vor 9.500 Streikenden. Auch 700 Beamte nahmen an der Kundgebung teil. Er warnte vor einer Amerikanisierung der Arbeitsverhältnisse in Deutschland: „Es kann nicht sein, dass die Arbeitgeber das nach ihrem Gusto regeln und Tarifverträge zu einem Auslaufmodell werden.“ Bsirske machte deutlich, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes auch zu einem längeren Arbeitskampf bereit seien.

Weitere Kundgebungen und Demonstration fanden unter anderem statt in Braunschweig, Hamlen, Göttingen, Lüneburg, Osnabrück, Hildesheim und Wolfsburg sowie in 20 weiteren Städten und Gemeinden.

ver.di-Landesleiter Denia erklärte, dass nach Durchführung der Urabstimmung in der nächsten Woche die Streikbereitschaft noch gesteigert werden könne. Die Behauptung des Geschäftsführers der Kommunalen Arbeitgeberverbandes Niedersachsen, es gehe in dem Tarifkonflikt um eine Arbeitszeitverlängerung von lediglich 18 Minuten, verschleiere die Tatsache, „dass Herr Wilkening auf den Abbau von über 5.000 Arbeitsplätzen in den niedersächsischen Kommunen drängt. Wer in Teilzeit beschäftigten Erzieherinnen monatlich das Gehlalt um 50 bis 60 Euro kürzen will, der bekommt von ver.di die passende Antwort.“, sagte Denia.

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