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In Hessen und Nassau sind die mehr als 30.000 Beschäftigten besonders empört, nachdem im Oktober vergangenen Jahres die sog. Arbeitsrechtliche Kommission eine neue "Kirchlich-diakonische-Arbeitsvertragsordnung" (KDAVO) erlassen hatte, mit der den Mitarbeitern das Urlaubsgeld gestrichen und Weihnachtsgeld gekürzt wurde. Zusätzlich wurde die Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich auf 40 Stunden erhöht. Besonders hart: Sparen an den Geringverdienern Besonders betroffen sind MitarbeiterInnen in den untersten Lohngruppen, denen sofort neben den gekürzten Sonderzahlungen auch das Monatstabellenentgelt drastische gekürzt wird, nach ver.di-Berechnungen bereits im ersten Jahr um bis zu 20%, im weiteren Verlauf können die Verluste auf über 25% steigen. Auf der Abschlusskundgebung vor dem Gebäude der Kirchenverwaltung forderte der ver.di-Landesvorsitzende Jürgen Bothner Kirchenpräsident Steinacker und den Vorstand des Diakonischen Werkes zur Rückkehr zum Flächentarifvertragsniveau und zur Aufnahme von Tarifverhandlungen mit ver.di auf. Pfarrer Gerhard Hechler, Mitglied im Pfarrerausschuss von Hessen und Nassau, kritisierte, dass direkt vor Inkraftsetzung der KDAVO die Bezüge der Kirchenleitung noch kräftig erhöht wurden. In einem offenen Brief haben DGB und Persönlichkeiten aus dem kirchlichen Spektrum ebenfalls Kirchenpräsident Steinacker aufgefordert, tarifliche Standards einzuhalten und den Wert des Dienstes seiner Mitarbeiter am Menschen zu würdigen. Hopp-hopp-hopp- Kürzungspläne STOPP! Ein langer erfolgreicher Tag in Bielefeld-Bethel Impressionen eines Kollegen "Seit den Morgenstunden immer wieder Telefonate mit Presse, Funk und Fernsehen, Sendungen seit dem Morgen auf allen drei lokalen Radios und überregional, ab Mittag war Scheißwetter, Zweifel über die Teilnehmerzahl kommen auf, 1 Stunde vor der Demo: Pressekonferenz, der Bethelplatz beginnt sich langsam mit Menschen zu füllen, es kommen ja immer noch mehr, ein Kollege verlangt meine Pudelmütze weil "ihm die Ohren abfrieren", eine lange Liste von Betriebsräten und Mitarbeitervertretungen, die alle bei dieser Aktion mitmachen, wird verlesen, gute Stimmung trotz Schnee und Regen, lange Reden, kurze Reden, der Demo-Zug marschiert weiter, Hauptverkehrsstraßen, der Verkehr ruht, immer wieder Sprechchöre "Hopp-hopp-hopp- Kürzungspläne STOPP" und "Soziale Arbeit ist was wert - wer das nicht merkt, der lebt verkehrt", wir haben schon 15 Minuten Zeitverzug, Eintrittsformulare werden verlangt (wir hatten glaube ich gar nicht damit gerechnet und keine dabei - egal die Kolleginnen sind bekannt, wir regeln das ...), wo gibt's hier Glühwein - schade nix zu organisieren, es wird unerträglich nass am Nacken dann im Rücken, trotzdem bis zur Schlußkundgebung ca. 1.000 Leute auf der Straße. Es war ein erfolgreicher, gut gelungener Tag. Wir können davon zehren!"
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