20. Februar 2006 Mit Volldampf in die zweite Streikwoche Hannover. Wir sind mit Volldampf in die zweite Streikwoche im öffentlichen Dienst gestartet, erklärte ver.di-Landesleiter Wolfgang Denia zur Fortführung des Arbeitskampfes im öffentlichen Dienst in Niedersachsen. In insgesamt 86 Orten führte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Streikmaßnahmen mit 11.000 Teilnehmern durch.
Im Streik befanden sich landesweit 45 Autobahn- und Straßenmeistereien, Kindertagesstätten in zahlreichen Orten wie zum Beispiel Hannover, Wolfsburg und Buxtehude sowie Abfallwirtschaftsbetriebe unter anderem in Cuxhaven, Emden, Hannover, Northeim, Holzminden und im Landkreis Peine. Einbezogen in den Arbeitskampf hatte ver.di heute auch den Flughafen Hannover, das Niedersächsische Landesamt für Statistik, die Universität Hannover und die Sparkasse Göttingen. Der Schwerpunkt des Streiks lag heute mit rund 5.000 Teilnehmern im Großraum Hannover, wo sich an einer Demonstration und Kundgebung vor dem Niedersächsischen Finanzministerium 2.500 Streikende beteiligten. Die Fahrer der üstra-Busse und -Bahnen in Hannover traten für eine Stunde in einen Solidaritätsstreik. Sie befürchten, dass eine Verlängerung der Arbeitszeit von Arbeitern und Angestellten beim Land und den Kommunen auch auf ihren Tarifbereich übertragen werden könnte. Zu einer weiteren Demonstration und Kundgebung versammelten sich in Stade über 1.000 Streikende aus der Region Elbe-Weser, um gegen die geplante Verlängerung der Arbeitszeit, die in Niedersachsen zu einem Abbau von 8.600 Arbeitsplätzen führen würde, zu protestieren. ver.di-Landesleiter forderte anlässlich des heutigen Spitzengesprächs zwischen ver.di und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder die öffentlichen Arbeitgeber auf, den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst auch für die Beschäftigten in den Ländern zu übernehmen. Denia kündigte an, die Streiks fortzusetzen und gegebenenfalls noch weiter zu verschärfen, wenn das Land und die Kommunen in Niedersachsen nicht eine Kurskorrektur vornehmen würden.
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