Arbeitgeber verweigern Vergütungserhöhungen für 2005
Während die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen im Jahr 2005 im Westen eine Einmalzahlung von 300 Euro und im Osten eine Anhebung des Bemessungssatzes um 1,5 % auf mindestens 94 % der Westvergütung erhalten haben und in diesem Jahr entsprechende Leistungen bekommen werden, verweigern die Arbeitgeber der Diakonie diese Zahlung.
Die Arbeitnehmerseite in der zuständigen Arbeitsrechtlichen Kommission (ARK DW EKD) hat einen Antrag auf eine Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro für den Westen und eine Anhebung des Bemessungssatzes auf 94 % der Westentgelte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den neuen Bundesländern ab dem 01.07.2005 gestellt. In bisher drei Verhandlungsrunden konnte keine Annäherung erzielt werden. Die Arbeitgeber haben eine prozentuale Anhebung der Vergütung im Osten kategorisch abgelehnt. Für evtl. mögliche Einmalzahlungen wollten sie Kompensationen (wie Arbeitszeitverlängerung, Wegfall von Alters- und Bewährungsaufstiegen), die diese Zahlung mehr als wettgemacht hätten, so dass die Beschäftigten dann unterm Strich weniger Geld bekommen hätten. Die Arbeitgeber scheinen die Forderungen der Arbeitnehmer nicht ernst zu nehmen. Auch diakonische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen an der wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben. Die Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst haben die Vergütungserhöhungen spätestens im Oktober 2005 erhalten. Selbst wenn die diakonischen Arbeitgeber jetzt zahlen, haben sie durch die spätere Zahlung schon wieder einen Vorteil. Eine Forderung für 2006 ist noch gar nicht gestellt worden. Die diakonischen Arbeitgeber dürfen auf unsere Kosten nicht noch mehr sparen!
Wir lassen uns nicht abkoppeln!
Soziale Arbeit ist etwas wert, sie hat ihren Preis!
Wir fordern:
Sofortige Anhebung des Bemessungssatzes der Entgelte im Osten um 1,5 auf 94 % West
300 Euro Einmalzahlung im Westen

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