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08. März 2006

1,8 Milliarden Überschuss


Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat das vergangene Jahr mit einem Überschuss von 1,8 Milliarden Euro abgeschlossen. Das sind rund 800 Mio. Euro mehr als nach voreiligen Spekulationen in der vergangenen Woche vermutet wurde. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte bei der Vorlage der Finanzergebnisse der Krankenkassen für 2005, damit habe „die Nettoverschuldung des Gesamtsystems der GKV bis Ende 2005 vollständig abgebaut werden“ können. Wären die Arzneimittelausgaben nur in dem zwischen Kassen und Ärzten vereinbarten Ausmaß gestiegen, hätte die GKV im vergangenen Jahr sogar einen ähnlich hohen Überschuss wie 2004 mit rund vier Milliarden Euro erzielt.

 

AOK Niedersachsen

Positives Rechnungsergebnis: 12,54 Millionen Euro Überschuss


Die AOK Niedersachsen hat das vergangene Jahr mit einem leicht höheren Plus als erwartet abgeschlossen. Es betrug 12,54 Millionen Euro, rund acht Millionen Euro mehr, als das vorläufige Rechnungsergebnis noch im Dezember 2005 auswies.

„Die solide Kalkulation unseres Beitragssatzes von 13,5 Prozent für 2006 ist mit diesem Ergebnis noch einmal positiv untermauert worden“, sagte Vorstand Dr. Jürgen Peter (Foto). Gut 2,2 Millionen Menschen zwischen Harz und Nordsee sind bei der AOK versichert.

Die Leistungsausgaben stiegen 2005 um 3,3 Prozent auf knapp 2940 Euro pro Mitglied. Die Behandlung im Krankenhaus hatte mit 1091 Euro pro Kopf (37,1 Prozent) den größten Anteil daran. 15 Prozent der Ausgaben (443 Euro pro Kopf) entfielen auf die ambulante ärztliche Behandlung. Für Arzneimittel wurden 589 Euro (20 Prozent) aufgewandt, so viel wie nie zuvor. Angesichts der überproportional steigenden Ausgaben in diesem Bereich begrüßte Peter das zum 1. April in Kraft tretende Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung. Die AOK rechnet hierdurch mit einer Entlastung in diesem Jahr um 20 Millionen Euro. Wegen der sinkenden Zuschüsse aus der Tabaksteuer des Bundes und der für 2007 geplanten Mehrwertsteuererhöhung sei jedoch eine nachhaltige Finanzreform dringend erforderlich

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