08. März 2006  | | Initiative für Mindestlohn "ARM TROTZ ARBEIT?"ver.di und NGG starten Kampagne |
Mit konkreten Umsetzungsvorschlägen, einer Initiative Mindestlohn, Großflächenplakatierungen und einem neuen Internetportal wollen die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Einführung eines Mindestlohnes beschleunigen. Die Große Koalition kann jetzt unter Beweis stellen, dass sie es ernst meint, Mindestbedingungen für den Niedriglohnbereich gesetzlich zu regeln. Für uns liegt die untere Grenze gegen Arbeit in Armut bei 7,50 Euro, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Margret Mönig-Raane, am 7. März 2006 vor der Bundespressekonferenz in Berlin. Über 70 Prozent der Betroffenen seien Frauen. Eine aktuelle Umfrage von Infratest dimap zeigt, dass die Menschen die Geiz-ist-Geil-Mentalität bei den Löhnen nicht unterstützen, so NGG-Vorsitzender Franz-Josef Möllenberg. Der Einstieg von 7,50 Euro Mindestlohn sei moderat und werde von der Bevölkerung unterstützt. Er müsse schrittweise bis neun Euro pro Stunde erhöht werden. Damit läge Deutschland an der unteren Grenze der Mindestlöhne vergleichbarer europäischer Staaten.
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