18. April 2006Einigung bei Kombilöhnen In der Großen Koalition zeichnet sich offenbar eine Lösung beim Streitthema Kombilöhne ab. So sollen mit den Zuschüssen nur zwei Gruppen gefördert werden, nämlich Langzeitarbeitslose über 50 sowie die unter 25-Jährigen ohne Ausbildung, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Man habe sich auf ein Modell geeinigt, das aber noch durchgerechnet werden solle. Trotz der engen Begrenzung auf die beiden Problemgruppen könnten nach Erwartung der Union zwischen 200 000 und 300 000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Viele Niedersachsen sind trotz Arbeit bedürftig Hannover (nied). Viele Niedersachsen sind auf staatliche Unterstützung angewiesen, obwohl sie Arbeit haben. Dies betrifft nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) 81 749 Haushalte im Land, die abzüglich von Freibeträgen mit durchschnittlich 331 Euro pro Monat auskommen müssten. Ihr Einkommen sei zu niedrig, um unabhängig von staatlicher Fürsorge leben zu können, kritisiert der DGB. Ungelernte und Teilzeitkräfte seien nahezu doppelt so häufig auf ergänzende Fürsorgeleistungen angewiesen wie andere Arbeitnehmer. Der DGB sieht deshalb seine Forderung nach einem Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde bekräftigt. Dass bei vielen Niedersachsen das Einkommen nicht ausreicht, um die Existenz ihrer Familien zu sichern, ist erschreckend, sagte Ulrich Gransee, zuständig für Arbeitsmarktpolitik beim DGB. Wer arbeite, müsse einen Nettolohn erhalten, der oberhalb des Existenzminimums liege.
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