13. Mai 2006Wohlfahrtsverband hat Ärger wegen Ein-Euro-Jobs Der Wohlfahrtsverband Der Paritätische ist wegen der Beschäftigung von Ein-Euro-Jobbern in die Kritik geraten. Der Verband hat eine Ein-Euro-Kraft in einer Einrichtung des betreuten Wohnens in Adendorf bei Lüneburg wie eine reguläre Arbeitskraft beschäftigt und entsprechend abgerechnet. Die Lüneburger Arge, die für Hartz-IV-Empfänger zuständige Arbeitsbehörde, kritisiert dieses Vorgehen: Die Frau wurde entgeltlich beschäftigt, das ist unzulässig, sagt Geschäftsführer Rolf Sixt. Ein-Euro-Jobs dürften nicht dazu führen, dass reguläre Arbeitsplätze durch Billigkräfte ersetzt würden. Das verzerre den Wettbewerb. Der Vorsitzende des Paritätischen, Günter Famulla, will in diesem Fall an seiner Praxis festhalten. Der Einsatz der Frau sei nicht rechtswidrig, betont er. Das Gesetz regele nicht klar, was Ein-Euro-Jobber dürften und was nicht. Die Auflagen der Arge hält Famulla für lebensfern. Sollte die Arge darauf bestehen, werden wir künftig ganz auf Ein-Euro-Kräfte verzichten, kündigte er an. Die Frau, die ihren Fall öffentlich gemacht hat, habe Senioren auf Spaziergängen begleitet. Wir werden die weitere Entwicklung des Vorgangs aufmerksam verfolgen und weiter berichten.
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