Inzwischen hat auch die Pressestelle des DW EKD eine neue Erklärung zum Hintergrund und zu Interpretationen im Sinne der "Schadensbegrenzung" vorgelegt:
In einer Stellungnahme zum Artikel in der FTD vom 18.05.06 kommentiert die Pressestelle des Diakonischen Werkes der EKD in Berlin: Bei der Erklärung, auf die sich die FTD bezieht, handelt es sich ausdrücklich um eine persönliche Erklärung der beteiligten Unterzeichner. Dr. h.c. Jürgen Gohde hat diese Erklärung nicht als Repräsentant des Diakonischen Werkes der EKD unterschrieben. Dr. Jürgen Gohde legt Wert auf den Hinweis, dass in besagtem Artikel einzelne bedeutsame Sachverhalte nicht berücksichtigt und zugleich andere in den Vordergrund gestellt wurden. Hierdurch ergibt sich eine Schieflage. Die Stoßrichtung des Textes habe darauf gezielt, deutlich zu machen, dass die derzeit fließenden Mittel sorgfältiger, gerechter verteilt werden müssen, dass es hier einer Revision bedarf, um den wirklich Bedürftigen die nötige Hilfe zukommen lassen zu können. Und um zugleich in stärkerem Maße aktivierende Angebote machen zu können. Dies macht insbesondere der vorletzte Absatz der Erklärung deutlich. Der SGB-II-Regelsatz soll nicht gekürzt werden." An anderer Stelle des Textes heißt es: "Eine grundlegende Revision des SGB II muss darauf ausgerichtet werden, die Inanspruchnahme von Sozialleistungen zurückzuführen und verstärkt Erfolge der Wiedereingliederung zu erzielen." Als Präsident des Diakonischen Werkes der EKD hat Jürgen Gohde Ende April in Berlin ein "Modell zur Schaffung sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze" vorgestellt (siehe: www.diakonie.de). Hier, so Gohde in seiner Funktion als Präsident des DW EKD, liegt derzeit die Hauptaufgabe von Staat und Gesellschaft. Auch der Ansatz "Hilfe zur Selbsthilfe" müsse stärker betont werden. "Wir wissen, dass es so, wie es bisher läuft, nicht weitergehen kann, das System wird bald leer laufen - wenn wir nicht in Kürze das Ruder herumreißen, werden wir bald auch den Ärmsten und Bedürftigsten nicht mehr helfen können. Sich hier etwas vorzumachen, wäre Augenwischerei, die wir uns nicht mehr leisten können. Und leider gibt es, wenn es ums gerechte Verteilen knapper Ressourcen geht, nie Schritte, die sich irgendwelcher Popularität erfreuen könnten", so Gohde heute in Berlin
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