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Kath. und ev. Kirche, Caritas und Diakonie haben über Jahrzehnte hinweg die Tarifregelungen im öffentlichen Dienst mit kirchenspezifischen Ergänzungen übernommen. Mittlerweile ist für den gesamten öffentlichen Dienst ein neuer Tarifvertrag in Kraft bzw. abgeschlossen. Dagegen haben die kirchlichen Arbeitgeber mehrfach deutlich gemacht, dass sie keine weitere Anbindung an den öffentlichen Dienst wünschen. Sie arbeiten an eigenen Regelungen - auf niedrigerem Niveau als bisher. Derzeit gibt es folgende Situation: Für die Diakonie in Bayern wird derzeit ein vollständig neues Tarifrecht ausgearbeitet, das am 1. Januar 2007 in Kraft treten soll. Die bisher bekannt gewordenen Eckpunkte lassen eine deutliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die über 40.000 Beschäftigten in Bayern erwarten. Für die Caritas herrscht derzeit Stillstand. Die zuständige Kommission auf Bundesebene hat verabredet, im Oktober 2006 über die Neufassung der AVR Caritas zu beschließen. Die Arbeitnehmerseite fordert die Übernahme des TVöD, die Arbeitgeber wollen eine eigenständige Tarifregelung schaffen, lösgelöst von den Regelungen im öffentlichen Dienst. Bei der Caritas Bayern arbeiten etwa 90.000 Beschäftigte. * Völlige Unklarheit herrscht bezüglich der Planungen für die rund 20.000 Beschäftigten der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. Hier wurde immer wieder auf den noch nicht ausgehandelten Tarifvertrag für die Länder verwiesen. * Einzig und allein die sieben bayerischen Bistümer haben bereits im Herbst 2005 den TVöD übernommen. Die Übernahme gilt für etwa 50.000 Beschäftigte. Unter dem Motto "Soziale und kirchliche Arbeit ist etwas Wert. Gutes Geld für gute Arbeit" finden in Würzburg, Aschaffenburg, Himmelkron, Bayreuth, Schweinfurt, Kempten und München in den Einrichtungen kirchlicher Träger und in der Öffentlichkeit zahlreiche Aktionen statt. Kontakt: Irene Gölz 0170 / 57 49 008
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