31. Juli 2006Tarifkonflikt in den kommunalen Krankenhäusern Der Marburger Bund (MB) will höhere Einkommen nur für die Ärzteschaft durchsetzen. ver.di befürchtet, eine Umverteilung zu Lasten aller anderen. Wenn höhere Vergütungen, dann für alle Beschäftigten so verdi. Mit der Erklärung des Scheiterns der Verhandlungen ist der MB aus den TVerhandlungen ausgestiegen. Für die rund 400.000 Beschäftigten der kommunalen Krankenhäuser verhandeln ver.di und die dbb Tarifunion heute (Montag, 31. Juli) mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Ziel ist ein Tarifabschluss, der allen Beschäftigtengruppen gerecht wird und nicht nur einseitig Ärztinnen und Ärzten zugute kommt. Für morgen ist die ver.di-Bundestarifkommission einberufen, um über das Erreichte zu befinden. ver.di fordert: - 150 Euro Fahrtkostenpauschale für alle
- Krankenhäuser bleiben in öffentlicher Trägerschaft
- keine betriebsbedingten Kündigungen
Dafür stehen wir - gemeinsam - alle Berufsgruppen in ver.di. Flugblatt zur Tarifforderung
Weitere Informationen zum Tarifkonflikt Idar-Oberstein: Ärzte blicken über den Tellerrand "Wir stehen den vom Marburger Bund organisierten Ärztestreiks sehr kritisch gegenüber.", so zu lesen in einer Stellungnahme aus dem Klinikum Idar-Oberstein. Die Ärzteschaft dort ist überzeugt davon, dass eine qualifizierte Patientenversorgung nur durch die Zusammenarbeit aller Beschäftigten im Krankenhaus gelingen kann. Ohne qualifiziertes Pflegepersonal, Labor, Röntgen, Funktionsdienste, Physio- und Ergotherapie, Apotheke, aber auch ohne Verwaltung, Sekretärinnen, Schreibkräfte, Stationshilfen, Hol- und Bringedienst, Handwerker, Reinigungspersonal, Diätassistenten, Küchenpersonal und viele mehr ist eine erfolgreiche ärztliche Arbeit nicht möglich. Ein gutes Betriebsklima fördert die notwendige Zusammenarbeit und hilft die Belastungen des Berufsalltags zu ertragen.
|