13. August 2006  | | BA erwägt Förderung von 5000 Ausbildungsplätzen |
Die Bundesagentur für Arbeit verhandelt nach neuesten Informationen mit der Bundesregierung und den Tarifpartnern über ein Lehrstellen-Sonderprogramm. Gedacht ist an die Schaffung von 5000 außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen. Ab Beginn des neuen Ausbildungsjahres sollen diese für Jugendliche mit Migrationshintergrund geschaffen werden. Diese Gruppe ist bei der Suche nach Lehrstellen besonders benachteiligt. Die zusätzlichen Plätze sollen von den beruflichen Bildungsträgern in Kooperation mit Unternehmen geschaffen werden. Die Kosten in zweistelliger Millionenhöhe sollen aus dem erwarteten hohen Milliardenüberschuss der Bundesagentur gedeckt werden. Die Schaffung von 5000 außerbetrieblichen Lehrstellen bliebe aber weit hinter den Forderungen der Gewerkschaften zurück (siehe Meldung vom 10.08.). Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock hatte Mitte Juli nach einem Treffen der Ausbildungspakt-Partner Vertretern der Bundesregierung, der Arbeitgeber und der Gewerkschaften ein Sofortprogramm für 50 000 neue außerbetriebliche Ausbildungsplätze gefordert, um denjenigen jungen Menschen eine Chance zu eröffnen, die sich seit Jahren erfolglos um einen Ausbildungsplatz bewerben. Die Kosten eines solchen Sofortprogramms gab Sehrbrock mit 650 Millionen Euro an. Im ersten Jahr sollte das Geld aus den Überschüssen der Bundesagentur, im zweiten und dritten Jahr von Bund und Ländern aufgebracht werden. Der DGB hatte den Ausbildungspakt danach für gescheitert erklärt. Die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze sei nicht, wie zugesagt, gesteigert worden, sondern in den vergangenen drei Jahren um 50 000 gesunken.
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