18. August 2006  | | Neuer individueller Sparvorschlag von Steinbrück: Bürger sollen eine Reise streichen |
Die Bundesbürger müssen in den nächsten Jahrzehnten mehr für die eigene Vorsorge ausgeben und dafür etwa auf eine Urlaubsreise verzichten. Dies machte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) in einem am Donnerstag verbreiteten Gespräch mit der Zeitschrift Hörzu deutlich. Steinbrück sagte, die Menschen müssten künftig mehr Geld für Alter, Gesundheit und Pflege ausgeben. Das heißt, wir müssen im Zweifel auf eine Urlaubsreise verzichten, um für später vorzusorgen. Bei den Reformthemen Gesundheit, Arbeitsmarkt, Rente oder Unternehmensbesteuerung gehe es um die Zukunft unseres Landes, sagte Steinbrück. Unser Land braucht unser aller Mut und Engagement. Auch den Mut der Politiker vor den nächsten Wahlen. Mit Blick auf seine eigenen unpopulären Ankündigungen ahnte Steinbrück: Wenn sie so was verkünden, können sie öffentlich ganz schön verhauen werden. Der Deutsche Tourismusverband wies Steinbrücks Urlaubsstreichidee scharf zurück. Dirk Dunkelberg, stellvertretender Verbandshauptgeschäftsführer, sagte der Berliner Tageszeitung B.Z.: Die Deutschen sparen schon längst in ihren Urlaubsorten. Wenn sie im Urlaub sind, geben sie weniger Geld aus als früher.
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