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17. September 2006

 

FrauenLohnSpiegel belegt:

Entgeltgefälle zwischen den Geschlechtern

 


/Aktuell/Bilder/Frauenlohnspiegel


Noch immer verdienen Frauen weniger als Männer. Ihr durchschnittliches Monatseinkommen liegt rund 22,5 Prozent unter dem der Männer. Dies ergibt eine Online-Befragung des WSI-Tarifarchivs, an der sich inzwischen rund 60.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beteiligt haben.

Ihre Auskünfte liefern auch die Daten für ein neues Angebot im Internet: den FrauenLohnSpiegel ( Lohnspiegel). Wer an der Umfrage teilnimmt, kann eine Reise durch Südafrika gewinnen.

Zur Umfrage:     http://www.frauenlohnspiegel.de/main/umfrage

 

Frauen verdienen weniger


Noch immer verdienen Frauen weniger als Männer. Ihr durchschnittliches Monatseinkommen liegt rund 22,5 Prozent unter dem der Männer.

Dies ergibte eine Online-Befragung des WSI-Tarifarchivs, an der sich inzwischen rund 60.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beteiligt haben. Ihre Auskünfte liefern auch die Daten für den FrauenLohnSpiegel.

Das Ergebnis ist ernüchternd: In den meisten Berufen liegen die durchschnittlichen Bruttomonatseinkommen der Frauen deutlich unter dem der Männer.

Einige Beispiele:

  • Eine Chemikerin verdient monatlich im Durchschnitt rund ¤ 3.980 brutto und liegt damit rund ¤ 850 unter dem Verdienst ihrer männlichen Kollegen.
  • Ein Industriekaufmann erhält monatlich im Schnitt ¤ 3.155 und damit rund 430 Euro mehr als die Industriekauffrauen mit ¤ 2.723.
  • Bei den Einzelhandelskaufleuten beträgt der Unterschied zwischen den Frauen mit monatlich 1.997 Euro und den Männern mit rund ¤ 2.246 rund ¤ 249.
  • Auch bei den Webdesignern liegen die Frauenverdienste mit ¤ 2652 deutlich unter denen der Männer mit ¤ 3.228.
  • Bei Callcenter-Agents betragen die Monatsverdienste der Männer ¤ 2.387, die der Frauen hingegen nur ¤ 1.853.
  • Kellnerinnen und Serviererinnen liegen mit ¤ 1.525 rund ¤ 290 hinter ihren Kollegen mit ¤ 1.817.

Was sind die Gründe?

Vielfach können die kürzere Berufserfahrung und häufigere Berufsunterbrechung, die geringere Zahl von Führungspositionen für Frauen und die partiell noch geringere Qualifikation einen Teil der Gehaltsunterschiede erklären. Hinzu kommt aber auch eine nach wie vor existierende Lohndiskriminierung: Immer wieder bekommen Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld als Männer.

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