22. September 2006 Tarifabschluss Eisen und Stahl
3,8 Prozent plus 1250 Euro Einmalzahlung | |  |
Die IG Metall hat sich mit den Arbeitgebern geeinigt: Die Beschäftigten erhalten Einmalzahlungen in Höhe von 1250 ¤ sowie 3,8 Prozent mehr Geld ab 1. Januar 2007. Vereinbart wurden außerdem die von der IG Metall geforderte Lernmittelfreiheit für Auszubildende sowie ein Tarifvertrag "Demografischer Wandel" Die IG Metall hat sich mit den Stahl-Arbeitgebern am Morgen des 21. September 2006 geeinigt: Für September bis Dezember 2006 erhalten die Beschäftigten den Betrag von 500 Euro. Hinzu kommt eine Einmalzahlung in Höhe von 750 Euro. Ab dem 1. Januar 2007 steigen die Einkommen um 3,8 Prozent. Für die Auszubildenden werden die Kosten für Lernmittel ab dem ersten Ausbildungstag in voller Höhe durch die Betriebe übernommen. (Laufzeit: bis 31. Januar 2008). Vereinbart wurde zudem der von der IG Metall geforderte Tarifvertrag "Demografischer Wandel". Verbindlich gibt es damit in den Betrieben der Stahlindustrie künftig umfassende Altersstrukturanalysen. Sie werden zur Grundlage von Vereinbarungen zwischen den Betriebsräten und Arbeitgebern. Ein umfassender Katalog von Maßnahmen der gesundheits- und alternsgerechten Gestaltung von Arbeitsbedingungen wurde definiert. Zudem haben sich IG Metall und Arbeitgeber in einer Verhandlungsverpflichtung darauf verständigt, auch künftig das vorzeitige oder gleitende Ausscheiden aus dem Arbeitsleben unter Beteiligung des Gesetzgebers zu ermöglichen. Der nordrhein-westfälische IG Metall-Bezirksleiter Detlef Wetzel, der die Verhandlungen geleitet hatte, sagte zur Einkommenserhöhung: "Wir wollten ein besseres Ergebnis als 2005. Das haben wir erreicht." Berthold Huber, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, wies darauf hin, dass die IG Metall mit dem Tarifvertrag zum demografischen Wandel "tarifpolitisches Neuland betreten" habe. Er sei "erster Schritt zu neuen Antworten auf den demografischen Wandel". Am 22. September 2006 wird die Tarifkommission über das Verhandlungsergebnis beraten. IG Metall: Stahl-Abschluss beteiligt die Beschäftigten an guter Ertragslage Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Peters, hat die Tarifeinigung für die westdeutsche Stahlindustrie begrüßt und als "gutes und akzeptables Ergebnis" bewertet. "Es ist gelungen, die Beschäftigten an der außerordentlich guten Ertragslage der Betriebe zu beteiligen", sagte Peters am Donnerstag in Frankfurt. Die Arbeitgeberseite habe anerkennen müssen, dass die Stahlindustrie boomt und die Beschäftigten daran Anteil haben müssen. Als ersten Schritt zu Antworten auf den demografischen Wandel hat der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, die Einigung auf einen Tarifvertrag "Demografischer Wandel" bezeichnet. "Wir haben hier tarifpolitisches Neuland betreten. Damit ermöglichen wir den Älteren gesundes Arbeiten bis zur Rente und eröffnen Wege zum früheren Ausscheiden. Auch jungen Menschen geben wir so bessere Perspektiven."
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