30. September 2006 Tarifabschluss bei VW Lösungspaket zur Sanierung der Kernmarke Volkswagen | |  |
Die IG Metall hat sich mit VW am 29. September 2006 auf einen Ergänzungstarifvertrag zur Sanierung der Kernmarke Volkswagen verständigt: Verbindliche Produktzusagen sichern die Beschäftigung über 2011 hinaus. In Zukunft wird es einen flexiblen Arbeitszeitkorridor von 25 bis 33 Stunden geben. 2007 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 1000 ; ab 1. Januar 2008 steigen die Einkommen so wie in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie. Das Unternehmen hat verbindliche und konkrete Zusagen für alle sechs westdeutschen Standorte gemacht: Der neue Golf und ein zusätzliches Volumenmodell werden im Wolfsburger Stammwerk gefertigt. Die Kapazitäten für 460 000 Fahrzeuge werden voll ausgelastet. Die Gießerei in Hannover wird zum Kompetenzzentrum umgebaut. Damit werden 700 Arbeitsplätze für qualifizierte Beschäftigte langfristig abgesichert. Das Werk in Kassel wird zukünftig Leitwerk für Direktschaltgetriebe sein. Für das Emder Werk ist eine Stückzahlerhöhung vereinbart. Darüber hinaus ist neben dem Passat und dem CC-Coupe ein weiteres Fahrzeug vorgesehen. Für den Standort Braunschweig sind Fertigungsumfänge von Lenkungssystemen und Fahrwerksteilen zugesagt. Das Werk Salzgitter erhält zusätzliche Motorenvolumen und eine mittelfristige Zusage zur Auslastung des Werkes. Die Zahl der Ausbildungsplätze (1250 pro Jahr) wird erstmals tarifvertraglich festgeschrieben. Die bestehende Übernahmeregelung bleibt unverändert bestehen. "Die konkreten und verbindlichen Produktzusagen sichern die Beschäftigung über 2011 hinaus in allen sechs westdeutschen Standorten. Damit setzen wir den im November 2004 begonnenen Weg der Standort- und Beschäftigungssicherung fort," sagte der IG Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine, der die Verhandlungen geführt hatte. Die vom Unternehmen geforderte 35-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich hat die IG Metall nicht akzeptiert. Beide Seiten verständigten sich auf die Einführung eines flexiblen Arbeitszeitkorridors zwischen 25 und 33 Stunden. Für die Arbeitszeiten in diesem Korridor wird das bisherige Monatseinkommen gezahlt. Bei Bedarf wird die 34. und 35. Stunde wie bisher als Mehrarbeit vergütet. Für die Möglichkeit, im Rahmen des Korridors bis 33 Stunden zu arbeiten, werden zwei Regelungen vereinbart, die einen Teillohnausgleich darstellen: ein Rentenbaustein in Höhe von rund 6300 pro Beschäftigten für die betriebliche Altersvorsorge sowie eine zusätzliche Erfolgsbeteiligung (Grundlage ist das Ergebnis der Marke Volkswagen). Die Tarifrunde in 2007 wird über einen Einmalbetrag in Höhe von 1000 abgegolten. Ab 1. Januar 2008 wird eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung entsprechend der niedersächsischen Metallindustrie erfolgen. Es sei ein "Kompromiss mit Stärken und Schwächen", sagte IG Metall-Verhandlungsführer Meine. "Die Beschäftigten haben ihren Beitrag zur Sanierung der Kernmarke erbracht, jetzt ist der Vorstand am Zug." Mehr auf den Internetseiten des IG Metall-Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
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