10. Oktober 2006Pflegeheime sollen von Bürokratie entlastet werden Die Pflegeheime in Niedersachsen sollen künftig von bürokratischen Aufgaben entlastet werden. Die Prüfbesuche durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen sowie der kommunalen Aufsichtsbehörden sollen besser aufeinander abgestimmt und Doppelprüfungen vermieden werden. Ein neues Prüfverfahren startete Anfang Oktober modellhaft in fünf Kommunen. Das ist ein wichtiger Beitrag zum Bürokratieabbau in der Pflege und eine große Entlastung für die Pflegekräfte, sagte Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) am Wochenende. Das Sozialministerium hat gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden, den Verbänden der gesetzlichen Pflegekassen sowie der Medizinischen Dienste eine entsprechende Empfehlung erarbeitet. Darin geht es um die Zusammenarbeit zwischen Medizinischen Diensten und kommunalen Aufsichtsbehörden bei den Prüfungen von Pflegeheimen. Bei diesen Prüfungen wird ua.untersucht, ob die allgemeinen und die in den Qualitätssicherungsvereinbarungen festgelegten Standards eingehalten werden. Das neue Prüfverfahren wird seit Anfang Oktober in Verden, Rotenburg/ Wümme, Peine, der Region Hannover sowie der Stadt Hannover erprobt. Die Pflegeheime sollen danach von prüfungsbedingten Einschränkungen des Tagesablaufs entlastet werden, ohne die Qualität der Pflege zu vernachlässigen. Der Medizinische Dienst hat nach Ministeriumsangaben sieben Prüfteams, zudem gibt es 53 kommunale Heimaufsichtsbehörden. Die rechtliche Eigenständigkeit und Eigenverantwortung des Medizinischen Dienstes sowie der kommunalen Aufsichtsbehörden sollen unberührt bleiben. Es bleibt abzuwarten, welche Erfahrungen die Praxis mit sich bringt.
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