28. November 2006Verfügbare Haushaltseinkommen real gesunken Laut Statistik in 2005 33 700 Euro | |  |
Die Verbraucher in Deutschland können sich statistisch gesehen kaum mehr leisten als vor 15 Jahren. Die Nettoeinkommen der privaten Haushalte sind seit Anfang der neunziger Jahre real das heißt nach Abzug der Preissteigerungen um 2 Prozent gesunken, berichtete das Statistische Bundesamt am Montag.
Rechnet man die Einkommen auf Personen je Haushalt um, so blieb nach Abzug der Preissteigerungen von 1991 bis 2005 jedoch ein realer Einkommenszuwachs von 2 Prozent. Dies resultiere aus dem Trend zu kleineren Haushalten. 2005 verfügte jeder Haushalt durchschnittlich netto über 33 700 Euro pro Jahr. Nominal waren das zwar etwa 30 Prozent mehr als 1991 mit 26 000 Euro. Nach Abzug der Preissteigerungen für die Lebenshaltung stand den Haushalten im Durchschnitt aber weniger Einkommen zur Verfügung, meldeten die Statistiker. Zum Haushaltseinkommen zählen alle Einkünfte aller Haushaltsmitglieder, also neben Arbeitslohn auch Renten, Sozialhilfe, Kindergeld und Zinserträge. Laut Statistik hatten Haushalte von Selbstständigen mit einem durchschnittlichen Netto-Jahreseinkommen von 106 900 Euro im Jahr 2005 das höchste Einkommen. Allerdings müssen sie im Gegensatz zu Arbeitnehmern und Beamten ihre Altersvorsorge aus ihrem Nettoeinkommen bestreiten.
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