29. November 2006Landessynode berät:Landeskirche will Anzahl der Sprengel reduzieren Widerstand in Göttingen gegen Zusammenlegung mit Hildesheim
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Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers will die Anzahl ihrer Sprengel von acht auf sechs reduzieren. Der Synode in Hannover lag am Dienstag ein Kirchengesetz vor, nach dem der Sprengel Calenberg-Hoya aufgehoben wird. Die Sprengel Göttingen und Hildesheim werden nach den Plänen zusammengelegt, einige Grenzen sollen sich verschieben. Sitz der Landessuperintendentur im neuen Sprengel Hildesheim-Göttingen soll vermutlich Hildesheim werden. Dadurch soll ein Gegengewicht zum katholischen Bischofssitz gewahrt bleiben. In Göttingen regt sich gegen die Pläne Widerstand.
Bei der Reform werden mehrere der 57 Kirchenkreise der Landeskirche die Zugehörigkeit wechseln. Nach der Aufhebung des Sprengels Calenberg-Hoya gehen seine Kirchenkreise Grafschaft Schaumburg, Nienburg und Stolzenau-Loccum nach Hannover, Syke-Hoya nach Osnabrück und Hameln-Pyrmont nach Hildesheim-Göttingen. Der Sprengel Ostfriesland vergrößert sich um den bisher zu Osnabrück gehörenden Kirchenkreis Emsland-Bentheim. Die Kirchenkreise Gifhorn und Wolfsburg, bisher beim Sprengel Hildesheim, gehen zum Sprengel Lüneburg. Die Neuordnung der Sprengel soll zum 1. Juli 2007 in Kraft treten. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers ist mit rund drei Millionen Mitgliedern die größte deutsche Landeskirche. Sie ist derzeit in acht Kirchenbezirke, sogenannte Sprengel, aufgeteilt. Das Wort Sprengel kommt aus der Zeit, als Bischöfe in ihrem Kirchenbezirk das Recht zur Segnung durch Sprengen mit Weihwasser hatten. An der Spitze eines Sprengels stehen die Landessuperintendenten. Als Regionalbischof vertreten sie Landesbischöfin Margot Käßmann, ordinieren die Pastoren, weihen Kirchen und nehmen in Visitationen die dienstrechtliche Aufsicht wahr. Die Synode tagt noch bis zum Freitag. Beraten wird auch über den Etat für 2007 und 2008. Die Landeskirche will bis zum Jahr 2010 insgesamt 80 Millionen Euro sparen.
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