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Am 10. Januar soll der neue Tarif endgültig beschlossen werden. Das neue Entlohnungssystem wird dann ab April für etwa 150.000 der bundesweit 450.000 Diakonie-Beschäftigten gelten. Es löst den bisherigen, eng am Bundesangestelltentarif (BAT) angelehnten Tarif ab. Nach über dreijährigen Verhandlungen haben sich die 24 Mitglieder der Arbeitsrechtlichen Kommission (ARK) auf die zentralen Punkte des neuen Tarifwerks geeinigt, wie ARK-Geschäftsführerin Birgit Adamek bestätigte. Der neue Tarif sieht 14 Entgeltgruppen vor und damit deutlich weniger als der bisherige äußerst komplexe Tarif. Die exakten Stundenlöhne je Entgeltgruppe seien noch festzulegen, sagte Adamek. Hier lägen Arbeitnehmer und Arbeitgeber noch auseinander. Den Angaben zufolge ist vereinbart, dass sich die Vergütung künftig ausschließlich an der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit orientieren soll und nicht mehr an Lebensalter, Dienstjahren und formaler Ausbildung. Einigkeit besteht auch darüber, dass der neue diakonie-spezifische Tarif für die Betriebe kostenneutral sein soll, wie die Mitarbeitervertreterin und stellvertretende ARK-Vorsitzende, Helga Gutt, erläuterte. Es soll also weder eine Steigerung der Personalkosten noch eine Kürzung der Gehälter geben. Dennoch werde «Kostenneutralität» noch von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite unterschiedlich interpretiert, sagte Gutt. Vereinbart wurde, dass die Beschäftigten mit Inkrafttreten des neuen Tarifs eine Einmalzahlung von 450 Euro und wenige Monate später eine weitere Einmalzahlung von 450 Euro erhalten sollen. Das neue Entgeltsystem gestattet den Sozialunternehmen, in wirtschaftlich schwierigen Situationen, vom Tarif abzuweichen. Das 13. Monatsgehalt ist laut Adamek in Zukunft zur Hälfte abhängig vom wirtschaftlichen Ergebnis der Einrichtung. Lediglich 50 Prozent des 13. Monatsgehaltes sind tariflich garantiert.
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