07. März 2007Wolfgang Schönfelder ist tot | | Am vergangenen Montag ( 26.02.07) ist Wolfgang Schönfelder nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren verstorben. Wolfgang Schönfelder wurde 1988 in die Mitarbeitervertretung des CVJM- Sozialwerkes Wesermarsch gewählt und war seit 1990 deren Vorsitzender. Er war seit 1993 Mitglied der Arbeitsrechtlichen Kommission DW-EKD und seit der Bildung der ARK-Niedersachsen 1997 auch dort Mitglied. Gleichzeitig war er Mitglied im Vorstand der agmav Oldenburg seit deren Gründung. Er hat all diese Funktionen mit einem riesigen Engagement wahrgenommen und unsere Arbeit fast 20 Jahre lang wesentlich mitgeprägt. Er setzte sich für Mitarbeitende ein überall dort wo er gebraucht wurde. Die Reform der AVR sowohl in Niedersachsen als auch auf der Bundesebene währen ohne seine Mitarbeit gar nicht denkbar gewesen. Er war Mitglied in den Verhandlungsgruppen zur Reform der AVR in Niedersachsen und auf der Bundesebene. Seine, ruhige stets sachliche Verhandlungsführung und vor allem seine wertschätzende Art gegenüber den Verhandlungspartnern haben es uns ermöglicht auch schwierigste Verhandlungssituationen erfolgreich zu meistern. |
Auch unter größtem Druck ist ihm nie ein böses Wort über die Lippen gekommen. Wolfgang hatte die Fähigkeit, immer und in jeder Lage und bei allem was er sagte und tat, genau den richtigen Ton zu finden. Auch von den Arbeitgebervertretern wurde er wegen seiner Kompetenz, seinem Verhandlungsgeschick, und vor allem wegen seiner menschlichen und fairen Art sehr geschätzt. Neben seinem Verhandlungsgeschick brachte Wolfgang eine zweite Fähigkeit ein, die für uns von unschätzbarem Wert war. Nämlich die Fähigkeit virtuos mit Excel rechnen zu können. Er entwickelte ein Programm zur Vergleichberechnung verschiedener Tarife. Mit diesem Programm war es uns möglich während der Verhandlungen zur Reform der AVR-K und später auch der AVR-EKD das Tarifniveau zu anderen Tarifwerken, z. B. dem BAT und dem TVöD zu ermitteln. Seine Berechnungen waren für uns von unschätzbarem Wert. Wolfgang war jemand auf dem man sich in allen Belangen verlassen konnte. Er setzte sich stets für Schwächere ein. Sein Handeln wurde durch seine tiefe Empfindsamkeit für alles Unrecht und seinen Gerechtigkeitssinn geprägt. Und er war im Guten Sinn ein idealistischer Mensch. Dieses Wort ist in den letzten Jahren aus der Mode gekommen und diskreditiert worden. Aber in einer Zeit, in der das Soziale immer mehr zurück gedrängt und durch die vermeintlich ökonomischen Notwendigkeiten geprägt wird, sind Menschen die sich um andere kümmern, die nicht wegschauen sondern hinsehen, die für Gerechtigkeit eintreten, um so wichtiger! Am vergangenen Montag ( 26.02.07) ist Wolfgang Schönfelder nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren verstorben. Am Montag dem 05. März ist er in Oldenburg beigesetzt worden.
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