07. Mai 2009

| | Streik- und Aktionswoche in der Diakonie Bsirske: Beschäftigte kämpfen um TarifvertragAnlässlich der Streik- und Aktionswoche in Betrieben des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den Arbeitgeber aufgefordert, sich an den Verhandlungstisch zu setzen: Die Beschäftigten haben seit 2004 keine Erhöhung mehr erhalten und fordern Löhne, wie sie auch anderswo in der Branche bezahlt werden. Presseberichte: |
Das will ver.di in einem Tarifvertrag durchsetzen, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske auf einer Streikversammlung am Mittwoch in Bielefeld. Zum Auftakt der Streik- und Aktionswoche hatten bereits am Montag Beschäftigte aus Alten- und Jugendpflege in Hannover die Arbeit niedergelegt, am Dienstag folgten Behindertenwerkstätten im Märkischen Kreis (Nordrhein-Westfalen). Am heutigen Mittwoch streiken Beschäftigte der Berufsbildung im badischen Mosbach, in der Jugendhilfe in Freudenberg (NRW) und im evangelischen Krankenhaus Bielefeld. An den Arbeitsniederlegungen in acht diakonischen Unternehmen in drei Bundesländern beteiligten sich rund 250 Streikende. An Unterstützungsaktionen nahmen deutschlandweit rund 2.000 Menschen teil, darunter am Mittwoch 750 in Bielefeld. ver.di fordert für die Beschäftigten der Diakonie einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD). Das lehnt der Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) ab. Bislang habe sich die Diakonie hinter den Sonderrechten der Kirchen gegenüber ihren Beschäftigten versteckt und so schlechtere Arbeitsbedingungen durchgesetzt. Mit den Streiks kündigen sich auch beim Arbeitgeber Kirche normale Verhältnisse an, sagte Bsirske. Der tarifrechtlose Zustand sei nicht länger hinnehmbar.
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