18. Mai 2009Beschäftigte der EKHN drohen in Tarifstreit mit Streik Darmstadt (ddp-hes). Zum wiederholten Mal wollen die Beschäftigten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Diakonie in Darmstadt öffentlich für höhere Gehälter demonstrieren. «Seit den jüngsten Protesten gab es keine Verhandlungen mehr. Dieses Verhalten der EKHN ist sehr ungewöhnlich», sagte der mit dem Tarifstreit vertraute Kirchenexperte der Gewerkschaft ver.di Hessen, Georg Schulze-Ziehaus, im ddp-Interview. Die kircheneigenen Tarife der EKHN lägen inzwischen um rund zehn Prozent unter denen anderer Wohlfahrtsverbände und des öffentlichen Dienstes.
Schulze-Ziehaus rechnet mit einer hohen Teilnehmerzahl bei der Demonstration am Dienstag (19. Mai, 15 Uhr) auf dem Darmstädter Luisenplatz, die ihren Abschluss vor dem Sitz der Kirchenverwaltung am Paulusplatz finden soll. Am folgenden Tag tage die arbeitsrechtliche Kommission der EKHN und berate «möglicherweise abschließend» über den Antrag auf Anhebung des Gehaltsniveaus. Dieser Antrag sei in der ersten Runde abgelehnt worden, berichtete der Gewerkschafter. «Wenn die Verhandlungen noch mal scheitern, bleibt den Beschäftigten als letzter Schritt der Streik.» Seit dem Ausstieg der EKHN aus dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) im Jahr 2005 fühlten sich die Beschäftigten mit Blick auf ihren Gehaltszettel jeden Monat aufs Neue «herabgesetzt», sagte Schulze-Ziehaus. Dass die Kirchenleitung vor wenigen Wochen ankündigt habe, ihre 2005 eingeführte eigene Tarifordnung aufzugeben und sich wieder dem TVöD anzuschließen, sei nur zu begrüßen. Die Gewerkschaft ver.di fordert für ihre Mitglieder in der EKHN und der Diakonie knapp acht Prozent mehr Gehalt rückwirkend vom Januar 2009. Samstag, 16. Mai 2009 - von Redaktion nh24
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