29. Mai 2009
 | | Evangelisches Krankenhaus Bielefeld (EvKB): Beschäftigte erhalten Maulkorb Der Arbeitgeber verbietet den Beschäftigten des Ev. Krankenhauses Bielefeld, während der Arbeitszeit ihre kritische Haltung gegenüber der Ausgliederung von rund 400 Kolleginnen und Kollegen zu zeigen. Die roten Buttons ausgegliedert - heute ich morgen du - heute du morgen ich haben den Nerv der Beschäftigten getroffen, so Sylvia Bühler, im ver.di-Landesbezirk NRW für das Gesundheitswesen zuständig. Viele Beschäftigte haben den Button angesteckt. Nun hat der Arbeitgeber mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht. Die Mitarbeiter würden mit dem Tragen der Schilder dem Unternehmen und sich selbst schaden, heißt es in einer Mitteilung. Ebenfalls sei die Weitergabe von internen Angelegenheiten an die Öffentlichkeit und die Patienten zu unterlassen.
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So wünschen sich die Kirchenherren ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mutmaßt Bühler, schweigend sollen sie wie dumme Schafe auch noch selbst zur Schlachtbank laufen. Im Falle des EvKB sollten langjährig Beschäftigte ihr Schicksal ertragen und die Ausgliederung still und friedlich akzeptieren. Gut, dass es genügend selbstbewusste Menschen gebe, die sich zur Wehr setzten und öffentlich ihre Empörung äußerten. Wenn jemand 20, 30 oder gar 40 Jahre im Unternehmen ist, nun einen Tritt bekommt und mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen bedroht wird, wenn er seiner Empörung Luft macht, dann ist das Unterdrückung der übelsten Art, so Bühler. Für die Gewerkschaft ver.di ist dieses Verbot ein klares Eingeständnis, dass die Arbeitgeber selbst wüssten, dass ihre Ausgliederungspläne unmenschlich seien. Wieso sonst, sollte es dem Unternehmen schaden, wenn man benennt, was ist?, fragt sich Bühler. Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass die Arbeitgeberseite sich auf die eigenen christlichen Werte besinnt und die Ausgliederungspläne fallen lässt. V.i.S.d.P.: Uwe Reepen Pressesprecher ver.di NRW verdi Presseerklärung
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