26. Juni 2009
 | | Streit um Verkauf der Caritas-AltenheimeDas Evangelische Johannesstift aus Berlin erhöht den Druck auf die Mitarbeiter der fünf Caritas-Altenheime, eine Kürzung ihrer Gehälter von bis zu 13 Prozent zu akzeptieren. Die Zustimmung aller Mitarbeitenden zu den veränderten Vertragsbedingungen ist die Voraussetzung für die Übernahme, erklärte Stiftsvorsteher Martin von Essen am Donnerstag. Gleichzeitig sorgt der Einstieg der Berliner Diakonie-Einrichtung für erhebliche Irritation bis in die Spitze der hannoverschen Landeskirche: Wenn es zum Verkauf kommt, dürfen von den Mitarbeitern keine unbilligen Opfer abverlangt werden, die mit der diakonischen Verantwortung nicht mehr vereinbar sind, erklärte Landesbischöfin Margot Käßmann. >> zum Presseartikel HAZ 26.06 |
Die Leitung des Johannesstifts hat am Donnerstag begonnen, die rund 500 Mitarbeiter der Caritas-Heime über ihre Pläne zu informieren. Die renommierte Berliner Einrichtung will 90 Prozent der Anteile an der kurz vor der Insolvenz stehenden Caritas Seniorendienste gGmbH übernehmen, die Gebäude kaufen, Verbindlichkeiten in Höhe von 8,3 Millionen Euro begleichen und die Renovierung der Häuser sicherstellen. Drei Jahre soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben, dafür müssen die Mitarbeiter jedoch einen für Ostdeutschland entwickelten Tarifvertrag akzeptieren, der Einbußen von zehn bis 13 Prozent vorsieht. Thorsten Fuchs
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