29. Juni 2009
 | | Caritas-Mitarbeiter skeptisch Die Übernahme der fünf katholischen Altenheime in Hannover durch das Evangelische Johannesstift aus Berlin stößt bei den Beschäftigten offenbar auf Widerstand. Es gibt einen großen Unmut, wie wir ihn bisher bei der Caritas nicht kannten, erklärt ver.di-Sekretärin Brigitte Horn. Die Mitarbeiter forderten, dass andere diakonische Anbieter aus Niedersachsen an den Verhandlungen beteiligt würden, und kritisierten zudem den Zeitplan: Es gibt eine erhebliche Drucksituation für die Kollegen. Das Evangelische Johannesstift will, wie berichtet, 90 Prozent der Anteile an der defizitären Caritas Seniorendienste gGmbH übernehmen. Dabei sollen die 500 Mitarbeiter auf zehn bis 13 Prozent ihrer Löhne verzichten. >> zum Kommentar von Thorsten Fuchs |
Die Stiftspitze hat die Übernahme von der Zustimmung aller Mitarbeiter abhängig gemacht. Zur Kritik von Landesbischöfin Margot Käßmann am Einstieg eines anderen diakonischen Anbieters zu niedrigeren Tarifen wollte sich der Kuratoriumsvorsitzende des Stifts, der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber, gestern nicht äußern. Die Geschäftsführung hatte den Zeitdruck mit der drohenden Insolvenz gerechtfertigt. Die Absenkung der Löhne sei nötig, weil es in den vergangenen zwei Jahren bei der Caritas Tarifsteigerungen in Höhe von acht Prozent gegeben habe. von Thorsten Fuchs ,HAZ 27.06.09
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