08. Juli 2009  | | Arbeitsmarkt: Offene Stellen im IV. Quartal 2008 Einbruch in der Industrie Soziale Berufe legen zuNach der IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) Auswertung für das vierte Quartal 2008 gehören die Sozialen Berufe erstmals nach den Ingenieuren zu den Top-Fünf des Arbeitskräftebedarfs. Für die Zukunft erwarten viele Betriebe in diesen Berufen steigenden Bedarf, aber auch Personalengpässe. |
Unter die Sozialen Berufe fallen beispielsweise Stellen für Sozialpädagogen/-innen und Erzieher/-innen sowie Krankenschwestern, Pfleger und Altenpfleger/-innen. Insgesamt stieg im Bereich der Sozialen Dienstleistungen die Zahl der ungeförderten offenen Stellen (Erster Arbeitsmarkt) gegenüber dem Vorjahresquartal um 37 Prozent. Auch die Statistik der gemeldeten Stellen der Bundesagentur für Arbeit (BA) verzeichnet deutliche Zuwächse für diese Berufe.
Rund 63.000 Betriebe erwarteten einen steigenden Bedarf in den Sozialen Berufen. Allerdings befürchtete hier mehr als die Hälfte Engpässe. Dies unterlegt einen Fachkräftemangel in diesem Bereich. Fachkräftemangel war in den vergangenen Jahren vor allem ein Thema des industriellen Sektors. Er kann aber auch in anderer Form auftreten, z. B. wenn der Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige durch fehlende Erzieherinnen und Erzieher behindert wird, wenn Lehrermangel zu Ausfall von Schulstunden oder zu hohen Schülerzahlen pro Klasse führt oder wenn in Pflege- und Altenheimen aufgrund fehlenden Personals keine optimale Betreuung und Versorgung gewährleistet ist.
Nach der IAB Auswertung bleibt die Prävention von Fachkräftemangel eine der wichtigsten Aufgaben. Dies gilt für die Ausbildungs- und Personalplanung in den Betrieben wie für die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene. Quelle: IAB-Kurzbericht Nr. 11, Mai 2009, Autoren:Markus Heckmann, Anja Kettner und Martina Rebien
Der Kurzbericht als pdf Datei (933 kb) >> hier zum Download
Näheres siehe auch unter http://www.iab.de
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