22. Juli 2009  | | Kirchenaustritte halten an Landeskirche schrumpft auf 2,9 Millionen Mitglieder |
HANNOVER. Erstmals ist die Mitgliederzahl der Landeskirche Hannovers unter drei Millionen gesunken. Deutschlands größte evangelische Landeskirche hat nach aktuellen Angaben noch 2 981 000 Mitglieder. Innerhalb von zehn Jahren gingen ihr damit fast ein Zehntel ihrer Angehörigen verloren 1999 waren es noch 3,24 Millionen Mitglieder. Eine Vorhersage der weiteren Entwicklung macht das Landeskirchenamt nicht. Die demografische Entwicklung und Austrittszahlen sind nicht einzuschätzen, begründet Sprecher Christian Weisker. Auf den Rückgang der bei den Steuereinnahmen voll durchschlägt hat die Landeskirche bereits 2005 mit einem massiven Sparpaket reagiert. 2004 hatte es noch ein Rekordminus von 72,8 Millionen Euro gegeben, in diesem Jahr sind noch neun Millionen Euro Miese geplant ab 2010 sollen schwarze Zahlen geschrieben werden. Die stärksten Einsparungen sind im Personalbereich geplant: Die rund 28 000 Stellen (2005) sollen bis 2020 um ein Drittel verringert werden. Auch das katholische Bistum Hildesheim hat in den vergangenen zehn Jahren fast zehn Prozent der Gläubigen verloren, die Zahl sank um 58 479 auf 634 365. Das liege im Trend der deutschen Bistümer, so Sprecher Michael Lukas. Ein Grund für den Rückgang seien auch Wanderungsverluste. In wirtschaftlich schweren Zeiten würden Mitglieder nach Süddeutschland ziehen.
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