31. Juli 2009  | | Württemberger Diakoniechef Helmut Beck zum » Dritten Weg «
"Dieser Weg hat keine Zukunft" |
Stuttgart (epd) - Das Tarifsystem der Diakonie, "Dritter Weg" genannt, wird es nach Einschätzung des scheidenden württembergischen Diakoniechefs Helmut Beck in spätestens zehn Jahren nicht mehr geben. "Dieser Weg hat keine Zukunft", sagte Beck in Stuttgart. Beim "Dritten Weg" setzt eine pseudo paritätisch aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern besetzte Kommission die Gehälter der Mitarbeiter fest. Nach Auffassung der Kirchen sind dabei Streiks·ebenso wie Aussperrungen ausgeschlossen. Beck rechnet damit, dass sich auch in diakonischen Einrichtungen eine gewerkschaftliche Lösung durchsetzen wird. "Davon geht die Kirche nicht unter". Die Grundidee, dass Mitarbeiter in kirchlichen Einrichtungen ihre Ziele mit anderen Mitteln als mit Arbeitskampf durchsetzen müssten, halte er für einen "aufgesetzten theologischen Gedanken". Für ihn sei es fragwürdig, wenn kirchliche Tarife unter den von Gewerkschaften ausgehandelten Tarifen lägen.
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