01. August 2009
 | | Caritas Seniorendienste Der Druck ist kaum auszuhalten! |
So eine Beschäftigte der Caritas Seniorendienste in Hannover. Nachdem die Beschäftigten zunächst bis zum 24. Juli die neuen Verträge unterschreiben sollten, wurde die Frist verlängert, da bis dahin scheinbar die geforderten 90% nicht zustande gekommen sind. Wir sind sehr zufrieden mit dem Rücklauf der neuen Verträge, erklärte dem entgegen der Geschäftsführer des Johannesstifts, Wilfried Wesemann, ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen Wie bereits berichtet, sollen die 5 Altenheime und der Ambulante Pflegedienst der Caritas Seniorendienste Hannover an das evangelische Johannesstift aus Berlin übergehen. Bevor dies geschieht, sollen die Beschäftigten freiwillig auf 13% Gehalt verzichten erst dann will das Johannesstift endgültig entscheiden, ob sie in Hannover einsteigen oder nicht. Die Fristverlängerung wurde begleitet von massiven Einschüchterungsversuchen. Beteiligte berichten, dass Beschäftigte, die sich weigerten den neuen Vertrag zu unterschreiben, mehrfach zuhause angerufen und unter Druck gesetzt wurden, die Unterschrift zu leisten. Die Stimmung und das Klima sind miserabel, es herrscht eine Angstkultur. Beschäftigte wagen nicht mehr an das Telefon zu gehen. Die Methoden, mit denen Druck ausgeübt wird sind unvorstellbar. Bis vor 4 Wochen hätten wir uns nicht vorstellen können, dass so mit Beschäftigten in einer katholischen Einrichtung umgegangen wird", so eine Mitarbeiterin, die ungenannt bleiben möchte. Die Leitung schreckt auch nicht davor zurück, leere Drohszenarien aufzubauen: einer Beschäftigten wurde angekündigt, wenn sie bis Freitag nicht unterschreibe, werde es ihre Einrichtung am Montag nicht mehr geben. Wesemann wies dies zurück und betonte, die Unterschrift unter den Vertrag sei freie Entscheidung jedes Einzelnen.
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