14. August 2009  | | Provinzposse in der "größten diakonischen Einrichtung Europas" Bethel vermietet nicht mehr an Verdi |
Bielefeld. Aus ihrer distanzierten, ja bisweilen schon als feindlich zu bezeichnenden, Haltung zu den Gewerkschaften hat "die größte diakonische Einrichtung Europas", als die sie sich selbst ständig bezeichnet, nie einen Hehl gemacht. Der Tarifkonflikt in der Diakonie hat nun jedoch bei den von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel unerwartete Folgen. Bethel wird keine Räume mehr an die Gewerkschaftsmitglieder vermieten. Das ist nur noch peinlich, schreibt Wolfgang Vater von Verdi Bielefeld in einer Pressemitteilung. Glaubt der Vorstand wirklich, mit so billigen Methoden zu verhindern, dass sich die Verdi-Mitglieder treffen, heißt es weiter. Dies sei ein weiterer hilfloser Versuch, den Protest der Mitarbeiter zu unterdrücken. Bethel-Pressesprecher Jens Garlichs berichtet, dass die Verdi-Mitglieder gelegentlich Räume in der Neuen Schmiede gemietet hätten. Nachdem ein Abkommen abgelaufen sei, habe man es nicht verlängert. Wir müssen nicht die Leute, die unser Tarifsystem kritisieren, auch noch unterstützen. Er glaube nicht, dass viele Bethel-Mitarbeiter Verdi-Mitglieder seien. Die Arbeit der Mitarbeitervertretung sei von der Entscheidung nicht betroffen. Die Verdi-Betriebsgruppe Bielefeld trifft sich ab sofort jeden ersten Donnerstag im Monat ab 19 Uhr in der Bürgerwache am Siegfriedplatz.
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