13. Oktober 2009  | | Diakonische Konferenz vom 13. bis 15. Oktober in Schwerin
Diakonie fordert einen sozialpolitischen Kurs gegen Armut und soziale Ausgrenzung |
Das Diakonische Werk der EKD formuliert Erwartungen an die neue schwarz gelbe Koalition. In der heutigen Pressemitteilung heißt es: "Die Diakonie erwartet von CDU, CSU und FDP, dass sie einen wirtschafts- und sozialpolitischen Kurs einschlagen, der existentielle Armut und soziale Ausgrenzung vermeidet. Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise brauchen wir gut funktionierende und auskömmlich finanzierte soziale Sicherungssysteme.
Nur ein starker Sozialstaat und große gesellschaftliche Solidarität schaffen bei den Bürgern wieder Vertrauen und mildern Existenzängste", sagt Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik in Schwerin. Dort findet vom 13. bis 15. Oktober die Diakonische Konferenz statt, die sich auch mit den Erwartungen der Diakonie an die neue Bundesregierung beschäftigen wird. Dringenden Handlungsbedarf sieht Kottnik vor allem in der Armutsbekämpfung. Er fordert unter anderem Maßnahmen gegen Kinderarmut, für Bildungsgerechtigkeit und mehr Solidarität im Gesundheitswesen. Der Diakonie-Chef betont, Sozialpolitik könne in Deutschland nicht mehr als isoliertes Thema gesehen werden. Globale Krisen wirkten sich auch im wohlhabenden Deutschland immer mehr auf die soziale Gerechtigkeit aus. Zur Frage in wieweit die in Schwerin tagenden diakonischen Einrichtungen ihrerseits bereit sind, selbst dem formulierten Anspruch zu genügen, machte Kottnik keine Angaben. Ein aktiver Beitrag zur Armutsbekämpfung wäre zB, durch die Vorlage eines "echten" Angebots, die seit Januar 2008 laufenden Verhandlungen in der Arbeitsrechtlichen Kommission um die Entgelterhöhungen abzuschließen. Dadurch würden erstmals nach 2004 in den AVR der Diakonie die Gehälter der Mitarbeitenden angehoben. Weitere Informationehn zur diakonischen Konferenz >> hier
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