20. Oktober 2009 Qualität statt Lohndumping: Schulterschluss von AWO, BRK und Paritäten mit ver.di Im Rahmen einer stattgefundenen Pressekonferenz forderten die Wohlfahrtsverbände gemeinsam mit ver.di, endlich einen Sozialtarif für die gesamte Sozialbranche einzuführen. Sie begrüßten den im Sozialministerium stattgefundenen ¨Gipfel über die Zukunft der sozialen Berufe in Bayern¨. Wir hoffen, dass diese Initiative von Sozialministerin Haderthauer keine einmalige Aktion bleibt, sondern nachhaltig zur Aufwertung der Beschäftigten im Wohlfahrts- und Sozialsektor führt, erklärte Leonhard Stärk, BRK-Landesgeschäftsführer. AWO, BRK und Paritäten stellten gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di ihr Vorhaben vor, die Tarifeinigung des öffentlichen Dienstes für die MitarbeiterInnen des Sozial- und Erziehungsdienstes für die beteiligten Wohlfahrtsverbände in Bayern zu übernehmen. Ziel ist es, nicht nur die freien Wohlfahrtsverbände in einem Sozialtarif zu vereinigen, sondern auch die privaten Träger. Dies würde das Lohndumping auf Kosten der Mitarbeiter endlich stoppen, erklärte Dr. Thomas Beyer, MdL, Landesvorsitzender der AWO. Knut Lehmann, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands: Zu diesem Sozialtarifvertrag gehören selbstverständlich auch die kirchlichen Träger. Zum ersten Mal treffen damit drei große Wohlfahrtsverbände eine wichtige tarifpolitische Entscheidung gemeinsam. Dieser Schulterschluss schafft die Grundlage für mehr Qualität in der Pflege für Mitarbeiter und den uns anvertrauten Menschen, erklärte Leonhard Stärk. Dominik Schirmer, ver.di-Fachbereichsleiter Gesundheit, Wohlfahrt und Kirchen, forderte deshalb die Politik auf: Öffentliche Förderung sollte davon abhängig sein, ob sich die Träger dem Sozialtarif angeschlossen haben. Unser gemeinsames Ziel ist es, mit dem einheitlichen Branchentarifvertrag einen Mindeststandard in der Pflege festzuschreiben, erklärt Dr. Thomas Beyer, MdL.
Zurück
|