17. November 2009  | | Studie zu Pflegeberufen Fachkräfte werden knapp |
Die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in Pflegeberufen könnten sich alsbald schon verbessern. Grund ist ein sich bereits jetzt deutlich abzeichnender Fachkräftemangel. Einerseits stehen dem Arbeitsmarkt aufgrund des demografischen Wandels immer weniger Schulabsolventen als Nachwuchskräfte zur Verfügung. Andererseits steigt der Bedarf an Pflegepersonal, weil immer mehr Menschen älter werden und Hilfe im Alter benötigen. Verschärfend hinzu kommt das schlechte Image der Pflegeberufe und eine hohe Fluktuation der Beschäftigten. Das geht aus einer Studie hervor, die die Region Hannover beim Niedersächsischen Institut für Wirtschaftsforschung, bei der Nord/LB und dem Zentrum für Sozialforschung in Auftrag gegeben hatte. Derzufolge steigt der Bedarf an Beschäftigten im Bereich des Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesens in der Region Hannover bis 2020 um 13,5 Prozent, das entspricht knapp 7000 Arbeitskräften. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, haben sich auf Initiative der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover sechs Pflegeeinrichtungen stationäre und ambulante Anbieter zu einem Arbeitskreis zusammengeschlossen. Ihr Fazit: Um Mitarbeiter möglichst lange im Unternehmen zu halten, muss nicht nur die Bezahlung stimmen, sondern auch Arbeitsbedingungen und Betriebsklima. Motivation, Weiterbildung und Gesundheitsvorsorge sind die wichtigsten Stellschrauben, um Mitarbeiter an ein Unternehmen zu binden, sagte Martina Bruck, Leiterin des Pflegewohnstifts in Pattensen und Mitglied in der Arbeitsgruppe. Die Ergebnisse der Studie sind unter www.unternehmerbuero-hannover.de abrufbar.
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