15. Dezember 2009
 | | Betrugsaffäre in Ev. Jugendhilfe Hünenburg
Fristlose Kündigungen bei der Evang. Jugendhilfe in Melle |
Bei der evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Hünenburg in Melle haben nach Angaben der Stiftung Mitarbeiter vermutlich Rechnungen fingiert und in die eigene Tasche gewirtschaftet. Daraufhin hatte der Vorstand vor rund zwei Wochen einem leitenden Mitarbeiter fristlos gekündigt und den Geschäftsführer beurlaubt. Der ehrenamtliche Vorstand der evangelischen Stiftung Hünenburg teilte am Freitag mit, er sehe sich nun aufgrund erster Untersuchungsergebnisse in den bisherigen Maßnahmen bestätigt. Die Stiftung ist Träger der Einrichtung mit einer Förderschule, stationären Wohngruppen, ambulanter Betreuung und einer Jugendwerkstatt. Im November hätten die Finanzbehörden erstmals auf Unregelmäßigkeiten in den Abrechnungen hingewiesen. Während einer routinemäßigen Steuerprüfung der Jahre 2005 bis 2007 hätten sie offenbar manipulierte Belege gefunden. Die Abschlüsse der Stiftung für die betreffenden Jahre seien von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Hannover geprüft, aber nicht beanstandet worden. Daraufhin habe der Vorstand unter dem Vorsitz des Meller Superintendenten Wolfgang Loos ein Wirtschaftsprüfungsbüro in Herford mit der Aufklärung des Sachverhaltes beauftragt. Die Prüfung zahlreicher Rechnungen, Quittungen und Belege aus mehreren Jahren sei sehr umfangreich und deshalb noch nicht abgeschlossen, erläuterte Loos. Der Vorstand steht nach eigenen Angaben im intensiven Kontakt mit der kommissarischen Geschäftsführung und der Mitarbeitervertretung. Osnabrück/Melle (epd)
Zurück
|