08. Januar 2010  | | Katholische Kirche beginnt Aufarbeitung Hotline für Heimkinder |
Die katholische Kirche startet eine telefonische Hotline für ehemalige Heimkinder, die körperliches oder seelisches Leid in katholischen Heimen erlitten haben. Sie wolle man bei der Aufarbeitung ihrer Biografie unterstützen, teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Mittwoch in Bonn mit. Betroffene sollen ab Mitte kommender Woche die Möglichkeit erhalten, eigens geschulten Beratern ihre Erlebnisse zu schildern, und bei Bedarf therapeutische Hilfsangebote erhalten.
In der kommenden Woche tagt in Berlin erneut der vom Bundestag eingerichtete Runde Tisch, der Vorwürfe aufklären soll, nach denen bis Ende der sechziger Jahre zahlreiche Kinder in staatlichen und kirchlichen Heimen misshandelt wurden. Anders als die mittlerweile offensiv mit dem Thema umgehende evangelische Landeskirche Hannovers, hat die Katholische Kirche bisher eher zurückhaltend zögerlich agiert, "um zunächst zu prüfen", ob die erhobenen Vorwürfe auch katholische Jugendhilfeeinrichtungen beträfen. Die Landeskirche und das Diakonischen Werk räumten bereits ihre Verantwortung ein und haben sich bei den betroffenen für das ihnen zugefügte Leid entschuldigt (siehe Meldung).
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