27. Januar 2010 

| | Kirchen rufen gemeinsam zu Betriebsratswahlen auf "Möglichkeit zur Mitbestimmung wahrnehmen, Rechte stärken |
Die beiden großen Kirchen in Deutschland rufen gemeinsam zu Betriebsratswahlen auf. Gerade in diesen kritischen Zeiten muss die Möglichkeit zur Mitbestimmung wahrgenommen und damit die Rechte der Beschäftigten gestärkt werden, forderten der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischöfin Margot Käßmann, in einem gemeinsamen Appell: Aus der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise müssen Konsequenzen gezogen werden, um in Zukunft Krisen solchen Ausmaßes möglichst zu verhindern. Dabei müssen auch Maßnahmen für eine nachhaltig gerechte und menschenwürdige Arbeitswelt ergriffen werden. Es bedarf einer Rückbesinnung auf die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft: Die Christliche Sozialethik kann hierfür Orientierung bieten. Die Christliche Sozialethik bekenne sich zur betrieblichen Mitbestimmung als einem bewährten Gut der Sozialen Marktwirtschaft, heißt es in dem Aufruf weiter. Im Rahmen der Erwerbsarbeit ist sie Ausdruck der verantworteten Freiheit des Menschen und damit auch seiner Personenwürde. Gleichzeitig soll sie in Erinnerung rufen, dass der Mensch Maßstab unternehmerischen Handelns sein muss. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Betriebsräten und Unternehmensleitung trägt vielfach dazu bei, Konflikte zu lösen, sozialverträgliche Auswege aus Krisen zu finden und gemeinsam am nachhaltigen Unternehmenserfolg zu arbeiten. Bestes Beispiel hierfür sind die Kirchen selbst, sowie ihre "sozialen" Unternehemen der Caritas und der Diakonie. Insofern gilt natürlich alles oben gesagte auh für die zeitgleich mit den Betriebsratswahlen stattfindenden Mitarbeitervertretungswahlen nach dem MVG der EKD. Oder hat es einen tieferen Sinn, das die Pressestelle der EKD nicht mit einer Silbe auf die MAV-Wahlen eingeht?
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