17. Februar 2010 | | Einzelhandel: Discounter Lidl will plötzlich Mindestlohn Die Discounter-Kette Lidl macht einen überraschenden Vorstoß. In einem Brief an den Bremer Wirtschaftsprofessor Rudolf Hickel schreibt Lidls Aufsichtsratschef Klaus Gehrig: "Wir teilen Ihre Auffassung, dass im Einzelhandel unbedingt Mindestlöhne eingeführt werden müssen." Eine konkrete Zahl, wie hoch ein Branchen-Mindestlohn sein solle, nennt Gehrig jedoch nicht.
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Entsprechend zurückhaltend äußert sich deshalb auch die für den Handel zuständige stellvertretende ver.di-Bundesvorsitzende Margret Mönig-Raane: "Wenn Lidl die Ankündigung, sich für einen Branchenmindestlohn im Handel starkzumachen, ernst meint, ist das prinzipiell zu begrüßen." Gegenüber der Financial Times Deutschland sagte Mönig-Raane weiter: "Andererseits sind wir von einer solchen Regelung noch ein ganzes Stück weit entfernt. Zudem bleibe die zentrale Frage offen, wie hoch ein solcher Mindestlohn sein sollte." Näheres zur Lidl-Geschichte siehe auch >> hier  | | 70 Prozent der Bevölkerung für gesetzlichen Mindestlohn -
Mehrheit auch unter Selbstständigen und Gutverdienern |
70 Prozent der Bevölkerung sprechen sich für einen gesetzlichen Mindestlohn aus. Am höchsten ist die Zustimmung unter Niedriglohnverdienern und Arbeitslosen, die sich von einer Lohnuntergrenze eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse versprechen. Doch selbst unter Besserverdienenden und Selbstständigen sind die Befürworter in der Mehrheit. Die Frage nach der Höhe eines Mindestlohns beantworten Mindestlohn-Befürworter unabhängig von ihrer eigenen wirtschaftlichen Lage recht ähnlich: Im Durchschnitt halten sie ein Brutto-Lohnminimum von rund zehn Euro für vernünftig. Das zeigt eine Analyse von Wissenschaftlern des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Universität Frankfurt/Main, die in den WSI-Mitteilungen erschienen ist. Näheres siehe auch bei der Hans Boeckler Stiftung >> hier
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