19. Februar 2010 | | Gewerkschaften und Arbeitgeber zuversichtlich Schlichtung beginnt in Hannover |
Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst für Bund und Kommunen sind am 11. Februar in der 3. Runde vorerst gescheitert aber die Suche nach einer Einigung geht weiter. Auf Vorschlag von ver.di haben die Tarifparteien gemeinsam die Schlichtung angerufen. ver.di will alle Möglichkeiten ausschöpfen, doch noch durch Verhandlungen zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen Die Schlichtung begann am Donnerstag in Hannover. Kurz vor dem Auftakt zeigten sich Gewerkschaften und Arbeitgeber zuversichtlich, dass doch eine Lösung auf dem Verhandlungsweg möglich ist. Ver.di hat als Schlichter Hannovers langjährigen Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg benannt, die Arbeitgeber den früheren sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt. Der Präsident der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, Thomas Böhle, meinte: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir das hinbekommen, da ich den guten Willen aller Beteiligten unterstelle, sagte er. Einen Streik werde Ver.di nach Böhles Einschätzung nicht riskieren. Die öffentliche Meinung verschaffe den Gewerkschaften derzeit keinen Rückenwind. Zuletzt nahmen die Gewerkschaften ihre Forderungen auf 3,5 Prozent für 2010 zurück. Die Arbeitgeber boten 1,5 Prozent jedoch für eine Laufzeit von zwei Jahren Hannovers ehemaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg rechnet in einer Einschätzung gegenüber der Presse, mit einer Einigung in der kommenden Woche. Sein Stimmrecht kann den Ausschlag geben.
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